Weißwasser liegt nahe der polnischen Grenze und ist eine alte Glasmacherstadt. Daran erinnert zum Beispiel der Glasmacherbrunnen, der einen Kreisverkehr am Bahnhof der Stadt ziert.

Weißwasser liegt nahe der polnischen Grenze und ist eine alte Glasmacherstadt. Daran erinnert zum Beispiel der Glasmacherbrunnen, der einen Kreisverkehr am Bahnhof der Stadt ziert.

Die heutige Tagesetappe geht in die nördliche Oberlausitz. Wir sind hier tief im sorbischen Gebiet, und zwar in dessen katholischem Teil.

Bautzen ist die Hauptstadt der Oberlausitz und eines der Zentren des sorbischen Siedlungsgebietes. Daher sind auch alle Straßennamen und viele andere Beschriftungen zweisprachig.

Die nächste größere Reise steht an: Zum dritten Mal seit 2024 verschlägt es den Reisehasen nach Schlesien. Nach Niederschlesien (2024) und Breslau und Umgebung (2025) steht nun Oberschlesien auf dem Programm. Damit die Anfahrt (ca. 900 km ab Bad S.) etwas gemütlicher wird, macht der Reisehase aber einen Zwischenhalt mit zwei Übernachtungen in der Lausitz. So bleibt am ersten Reisetag noch ausreichend Zeit für Besichtigungen – und Einkäufe. Denn der erste Halt ist Pulsnitz, und von dort fährt der Reisehase nicht mit leeren Händen weg.

Noch eine Industriestadt, noch ein Industriemuseum, und nochmal ganz, ganz viel Automobilgeschichte. Wir hatten schon Wanderer in Chemnitz und DKW in Zschopau. Nun folgen noch die beiden anderen der vier Ringe der Auto Union. August Horch gründete 1904 die nach ihn benannte Automobilfirma gründete. Er verließ das Unternehmen aber schon 1909 im Streit, erinnerte sich an sein Großes Latinum und gründete noch im selben Jahr die Audi Automobilwerke.

Für die Ausmalung des Schlosses Augustusburg war der kurfürstliche Hofmaler Heinrich Göding zuständig, der nicht nur den Venussaal aus dem vorangegangenen Beitrag malte, sondern auch diesen Saal hier:

Am Nordrand des Erzgebirges ließ der sächsische Kurfürst August im 16. Jahrhundert auf einem Berg über dem Zschopau-Tal ein Jagdschloß errichten, eine Renaissance-Vierflügelanlage, die er natürlich Augustusburg nannte: So eitel mußte man damals schon sein als Kurfürst.

Zschopau liegt sehr idyllisch im Tal des gleichnamigen Flusses im Erzgebirge. Rundherum gibt’s viel Wald, und im Ort steht das hübsche Renaissance-Jagdschloß Wildeck.

Chemnitz wurde während des 19. Jahrhunderts zu einem der Zentren der Textilindustrie auf dem Kontinent; das Wort vom “Sächsischen Manchester” ist viel zitiert – und der Vergleich beinhaltet neben der immensen Produktion an Textilprodukten natürlich auch die bittere Armut im Arbeiter-Milieu.

In Kappel, einem Stadtteil im Westen von Chemnitz, ist auf dem Gelände des ehemaligen Betriebshofes ein Straßenbahnmuseum eingerichtet, das genau an dem Wochenende, an dem ich in Chemnitz bin, ein zweitägiges Fest feiert.
