Krappitz (Krapkowice)

Krappitz liegt an verkehrsgünstiger Stelle an einem Oderübergang südlich von Oppeln. In Krappitz mündet einer der größeren Oder-Nebenflüsse: Einer mit sehr bekanntem Namen, wenn auch nicht als Fluß: Die Hotzenplotz.

Hier der Blick von der Oderbrücke: Links die Oder, rechts die Hotzenplotz.

An deren Ufer hat Krappitz einen kleinen Yachthafen.

Direkt am Ufer der Hotzenplotz steht auch die aktuelle Residenz des Reisehasen: Das Hotel Zamkowy Mlyn (also “Schloßmühle”).

Zimmer mit Aussicht – auf die Hotzenplotz!

Auf dem Krappitzer Ring steht diese Brunnenfigur, die ich zunächst als Flötenspielerin interpretiert hatte, aber dazu passen die seltsam geformten Auswüchse an den Beinen nicht. Nach Recherche: Es ist Melusine, die auf eine lokale Sage verweist, und die ja eigentlich eine Wassernixe ist, hier aber irgendwie ein Mischwesen mit hohem Drachenanteil und Pferdehufen. On ne sait pas.

Was einfacher zu deuten ist: Krappitz hat ein Barockschloß in schlichten Formen.

Und es haben sich noch wesentliche Teile der Stadtbefestigung erhalten, vor allem der Obertorturm, der heute als Aussichtsturm genutzt wird.

Krappitz liegt am südlichen Ufer der Oder. Gegenüber liegt Ottmuth (Otmęt), heute ein Stadtteil, früher Sitz einer Burg, von der noch ein paar Reste stehen und wo von 1929 bis 1999 Schuhe hergestellt wurden, anfangs als Schuhfabrik der tschechischen Firma Bat’a, die aber 1938 quasi enteignet wurde. Nachbargemeinde von Krappitz, von Ottmuth nur durch die Autobahn A4 getrennt, ist Gogolin, das früher von seinen zahlreichen Kalkbrennereien lebte und dann zur Eisenbahnerstadt wurde, wo einem am Bahnhof die Eisenbahner entgegenlächeln.

Von den ehemaligen Kalkbrennereien stehen noch die mächtigen Brennöfen.

Ein Denkmal hat man außerdem Karolinka gesetzt, weil sie in einem Lied besungen wird, in dem sie in Gogolin ihr Glück sucht. Ob sie es gefunden hat? Der Liedtext verrät es nicht. Das Denkmal irgendwie auch nicht.

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