Während Beuthen und Tarnowitz Städte mit längerer Geschichte sind, ist Zabrze eine sehr junge Stadt und eine typische Industriestadt hier im Revier.

Während Beuthen und Tarnowitz Städte mit längerer Geschichte sind, ist Zabrze eine sehr junge Stadt und eine typische Industriestadt hier im Revier.

Den Fußballteil zu Zabrze lagere ich mal in einen eigenen Beitrag aus; das wird sonst zu lang. Wie schon erwähnt, zählen die Clubs aus dem Oberschlesischen Revier zu den erfolgreichsten im polnischen Fußball. Górnik Zabrze gehört auf jeden Fall dazu: 14 mal polnischer Meister, siebenmal Pokalsieger. Seit 1988 ist aber kein Meistertitel mehr dazugekommen. Immerhin gelang dieses Jahr der Pokalsieg. Die Spielstätte heißt Ernst-Pohl-Stadion, bzw. Stadion Miejski w Zabrzu im. Ernesta Pohla.

Etwa zehn Kilometer nördlich von Beuthen, also bereits im Vorland des Industriereviers, liegt Tarnowitz auf den Tarnowitzer Höhen, woran der polnische Name der Stadt erinnert: Góra = Berg.

Ich bin nun für die kommenden vier Nächte in Beuthen und damit nun mitten im oberschlesischen Revier gelandet.

Aus der Lausitz geht die Fahrt gute 300 Kilometer nach Osten, an Bunzlau, Liegnitz und Breslau vorbei, bei Oppeln runter von der Autobahn und geradeaus hinein in die Region, die nun das eigentliche Thema der Reise sein wird: Oberschlesien. Erster Halt ist Malapane (Ozimek).

Weißwasser liegt nahe der polnischen Grenze und ist eine alte Glasmacherstadt. Daran erinnert zum Beispiel der Glasmacherbrunnen, der einen Kreisverkehr am Bahnhof der Stadt ziert.

Auch in der nahegelegenen Stadt Spremberg, auf Sorbisch Grodk, kann man auf Erwin Strittmatters Spuren wandeln.

Im traditionellen Atlas wird man Bossdom vergeblich suchen. Google Maps aber kennt den Ort: Die Suchanfrage nach Bossdom führt einen in die Gemeinde Felixsee, in das kleine Dörfchen Bohsdorf.

Die heutige Tagesetappe geht in die nördliche Oberlausitz. Wir sind hier tief im sorbischen Gebiet, und zwar in dessen katholischem Teil.
