Die Kleinstadt Friedeberg (Žulová) liegt in Tschechien an der östlichen Außenseite des Glatzer Kessels in einem Bachtal (des Weidenauer Wassers).

Die Kleinstadt Friedeberg (Žulová) liegt in Tschechien an der östlichen Außenseite des Glatzer Kessels in einem Bachtal (des Weidenauer Wassers).

Direkt an der Grenze PL-CZ liegt in den nördlichen Ausläufern des Altvatergebirges und des Zuckmanteler Berglandes die Kleinstadt Ziegenhals, früher auch Bad Ziegenhals, weil in der Stadt Heilquellen entdeckt worden waren. Heute sind auch andere Spezialitäten als Quell- und Thermalwasser im Angebot: Truskawa = Erdbeere.

Nicht weit von der tschechischen Grenze liegt im Südwesten von Oberschlesien die Kleinstadt Prudnik. Und das Startbild mag nicht sehr typisch sein – aber dafür niedlich.

Wenn man von Leobschütz (aus dem vorangegangenen Beitrag) durch das weite, leicht gewellte Land am Nordrand der Sudeten nach Westen fährt, überquert man nach wenigen Kilometern auf einem schmalen Sträßchen die polnisch-tschechische Grenze und ist in einem kleinen Grenzgebiet gelandet, dessen einziger größerer Ort einen in Deutschland sehr bekannten Namen trägt: Hotzenplotz.

Nahe der Grenze, auf polnischer Seite in Oberschlesien, liegt Leobschütz (Głubczyce) im Tal der Zinna (Psina), einem kleineren Nebenfluß der Oder. Die Stadt wurde im Krieg stark zerstört, aber man hat das Rathaus und die anderen Giebelhäuser auf der Innenseite des Ringplatzes vor einigen Jahren wieder rekonstruiert. Davor steht die Mariensäule von 1738.

Bei Olbersdorf (Město Albrechtice), einem Nachbarort von Jägerndorf, steht ein Aussichtsturm und bietet einen sehr schönen Blick auf die Berglandschaft an der polnisch-tschechischen Grenze. Man sieht das Tal der Goldoppa, die Berge des Zuckmanteler Berglandes und – als Hintergrund – das Altvatergebirge.

Jägerndorf (Krnov) war neben Troppau (Opava) das städtische Zentrum von Österreichisch-Schlesien, diesem eigenartigen Landstrich, der alles war, was die Österreicher nach den verlorenen Schlesischen Kriegen gegen Preußen von ihrer ehemaligen Provinz Schlesien behalten durften: Ein kleiner, schmaler Streifen Land entlang der Grenze, mit kaum mehr als ein paar Kleinstädten, während das wirtschaftliche Leben Schlesiens sich ab 1742 im nun preußischen Teil abspielte, also zwischen Görlitz, Liegnitz, Breslau und Gleiwitz. Maria Theresia, österreichische Kaiserin, klagte denn auch, man habe ihr „den Garten genommen und nur den Zaun gelassen“.

Der nördliche Teil des Altvatergebirges ist das Zuckmanteler Bergland, benannt nach einer Kleinstadt, die auf tschechischer Seite unmittelbar an der Grenze liegt.

Zu den größten Städten im Altvatergebirge zählt Freiwaldau, das im Tschechischen auf den anderen Namen des Gebirges (Hohes Gesenke) verweist: Jeseník – Gesenke.

Der östlichste Teil der Sudeten ist das Altvatergebirge, auch Hohes Gesenke genannt bzw. auf Tschechisch Hrubý Jeseník. Es erstreckt sich zwischen dem Glatzer Kessel im Westen und der Mährischen Pforte (bei Ostrau) im Osten und liegt überwiegend im heutigen Tschechien.
