Zeit zum Feiern! Der Hasenblog feiert Geburtstag! 🥳
Heute vor genau zehn Jahren ist der erste Eintrag hier im Hasenblog erschienen, als Start in eine zweiwöchige Tour durch Frankreich, die in Moulins in der Auvergne begonnen hat. Es war gleichzeitig der Start für diesen kleinen Blog.
In Album 35 war der Niederrhein das Thema, nun folgt (zufälligerweise mit der Nummer mit vertauschten Ziffern) die südlich angrenzende Nachbarregion: Der Mittelrhein, also der südwestliche Teil Nordrhein-Westfalens, der keine einheitliche Landschaft darstellt, sondern aus einem ländlich geprägten bergigen Süden (die Nordeifel) und einem dichtbesiedelten Industrieraum im Norden (Kölner Bucht und Braunkohlegebiete) besteht.
Die Schweiz-Reihe innerhalb der Album-Reihe geht mit dem Norden der Eidgenossenschaft weiter: Sechs Kantone sind in Album Nummer 52 enthalten: Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Solothurn, Aargau, Zürich und Schaffhausen. Sie umfassen in etwa den Bereich zwischen dem Hochrhein im Norden und den nördlichen Ausläufern der Alpen im Süden und zwischen dem Juragebirge im Westen und dem Zürichsee im Osten.
Das Albumthema ist Oberbayern, womit hier nicht nur das Voralpenland gemeint ist, sondern der Regierungsbezirk, der im Norden bis zur Altmühl reicht. Dementsprechend groß ist das in diesem Band vorgestellte Gebiet, und dementsprechend vielseitig: Fährt man von Beilngries in Richtung Süden, kommt man durch ein weitflächiges Hügelland zu beiden Seiten der Donau, dann durch die Schotterebene der Isar und schließlich zu den Alpengipfeln im Karwendel und den Berchtesgadener Alpen. Und hier in den Alpen ist auch das Titelbild aufgenommen: Es zeigt die Höllentalklamm bei Garmisch-Partenkirchen.
Die Kreisstadt Neisse besaß bis 1945 eine der schönsten Innenstädte Schlesiens. Eichendorff beschrieb die Stadt als „wahrhaft paradiesisch“. Leider wurde der größte Teil der Stadt im Krieg zerstört, so daß das Zentrum als Ensemble diese Beschreibung nicht mehr ganz erfüllen kann. Man hat aber auch hier mit großem Aufwand restauriert und wiederaufgebaut, und daher ist unter anderem der langgestreckte Ringplatz, der durch den Rathausblock in zwei Plätze aufgeteilt wird, heute wieder ein echtes Schmuckstück.
Die Glatzer Neiße wird im Sudetenvorland zwischen Patschkau und der Stadt Neisse zu zwei großen Seen aufgestaut. Dazwischen liegt die Kleinstadt Ottmachau, wo der Reisehase vor der langen Rückfahrt von dieser Schlesien-Tour noch einmal übernachtet.
Direkt an der Grenze PL-CZ liegt in den nördlichen Ausläufern des Altvatergebirges und des Zuckmanteler Berglandes die Kleinstadt Ziegenhals, früher auch Bad Ziegenhals, weil in der Stadt Heilquellen entdeckt worden waren. Heute sind auch andere Spezialitäten als Quell- und Thermalwasser im Angebot: Truskawa = Erdbeere.
Nicht weit von der tschechischen Grenze liegt im Südwesten von Oberschlesien die Kleinstadt Prudnik. Und das Startbild mag nicht sehr typisch sein – aber dafür niedlich.
Wenn man von Leobschütz (aus dem vorangegangenen Beitrag) durch das weite, leicht gewellte Land am Nordrand der Sudeten nach Westen fährt, überquert man nach wenigen Kilometern auf einem schmalen Sträßchen die polnisch-tschechische Grenze und ist in einem kleinen Grenzgebiet gelandet, dessen einziger größerer Ort einen in Deutschland sehr bekannten Namen trägt: Hotzenplotz.