Ratibor gehörte zu den größeren und wichtigeren unter den zahlreichen schlesischen Residenzstädten.

Ratibor gehörte zu den größeren und wichtigeren unter den zahlreichen schlesischen Residenzstädten.

In Lubowitz, einem kleinen Ort nördlich von Ratibor, gedenkt man Joseph von Eichendorff.

Von Krappitz aus geht die Fahrt südwärts, und nach etwa 20 Kilometern ist Oberglogau erreicht.

Krappitz liegt an verkehrsgünstiger Stelle an einem Oderübergang südlich von Oppeln. In Krappitz mündet einer der größeren Oder-Nebenflüsse: Einer mit sehr bekanntem Namen, wenn auch nicht als Fluß: Die Hotzenplotz.

Mit fast 20.000 Einwohnern zählt Groß Strehlitz zu den größeren Städten im Bereich zwischen Oppeln und dem Oberschlesischen Revier. Es ist auch Kreisstadt des Powiat Strzelecki. Da darf das Rathaus schon mal etwas monumentaler ausfallen.

Der Annaberg (Góra Świętej Anny) ist eine der wenigen markanteren Erhebungen in diesem Teil der Schlesischen Ebene. Oben steht eine Wallfahrtskirche, daneben ein Kloster, und im Umkreis jede Menge Kapellen, ein Kreuzweg und eine Lourdesgrotte.

Kędzierzyn-Koźle ist eine 1975 gebildete Stadt mit etwa 50.000 Einwohnern, die aus zwei größeren, räumlich getrennten Einheiten besteht. Da ist zum einen das links der Oder gelegene Cosel (Koźle), eine alte Festungsstadt, zum anderen das rechts der Oder gelegene Kandrzin (Kędzierzyn), das industriell geprägt ist und sich erst im 19. Jahrhundert aus verschiedenen kleineren Orten entwickelt hat. Wir schauen uns zunächst mal Cosel an.

Von Gleiwitz geht die Tagesetappe erst in südliche, dann in westliche Richtung. Die Tour verläßt damit das Oberschlesische Industrierevier. Hinter der Stadtgrenze Gleiwitz wird es sehr schnell ländlich, und das flache und teils bewaldete Gebiet ist bis zur Oder nicht sehr dicht besiedelt. Größere Städte gibt es hier nicht, nur viele kleinere Orte, die sich als Straßendörfer stark in die Länge strecken. Und ein Zisterzienserkloster.

Heute mal kein blauer Himmel, sondern Regen. Das hält aber einen echten Reisehasen trotzdem nicht davon ab, die Tagesetappe wie geplant durchzuziehen. Es soll ja auch zum Glück nicht so schlimm werden wie vor zwei Jahren, als ich die Tour wegen der Überflutungen abbrechen mußte. Aber mit nassen Füßen werde ich heute rechnen müssen. Egal. Zunächst steht der Sender Gleiwitz auf dem Programm.
