Mit fast 20.000 Einwohnern zählt Groß Strehlitz zu den größeren Städten im Bereich zwischen Oppeln und dem Oberschlesischen Revier. Es ist auch Kreisstadt des Powiat Strzelecki. Da darf das Rathaus schon mal etwas monumentaler ausfallen.

Mit fast 20.000 Einwohnern zählt Groß Strehlitz zu den größeren Städten im Bereich zwischen Oppeln und dem Oberschlesischen Revier. Es ist auch Kreisstadt des Powiat Strzelecki. Da darf das Rathaus schon mal etwas monumentaler ausfallen.

Der Annaberg (Góra Świętej Anny) ist eine der wenigen markanteren Erhebungen in diesem Teil der Schlesischen Ebene. Oben steht eine Wallfahrtskirche, daneben ein Kloster, und im Umkreis jede Menge Kapellen, ein Kreuzweg und eine Lourdesgrotte.

Kędzierzyn-Koźle ist eine 1975 gebildete Stadt mit etwa 50.000 Einwohnern, die aus zwei größeren, räumlich getrennten Einheiten besteht. Da ist zum einen das links der Oder gelegene Cosel (Koźle), eine alte Festungsstadt, zum anderen das rechts der Oder gelegene Kandrzin (Kędzierzyn), das industriell geprägt ist und sich erst im 19. Jahrhundert aus verschiedenen kleineren Orten entwickelt hat. Wir schauen uns zunächst mal Cosel an.

Von Gleiwitz geht die Tagesetappe erst in südliche, dann in westliche Richtung. Die Tour verläßt damit das Oberschlesische Industrierevier. Hinter der Stadtgrenze Gleiwitz wird es sehr schnell ländlich, und das flache und teils bewaldete Gebiet ist bis zur Oder nicht sehr dicht besiedelt. Größere Städte gibt es hier nicht, nur viele kleinere Orte, die sich als Straßendörfer stark in die Länge strecken. Und ein Zisterzienserkloster.

Heute mal kein blauer Himmel, sondern Regen. Das hält aber einen echten Reisehasen trotzdem nicht davon ab, die Tagesetappe wie geplant durchzuziehen. Es soll ja auch zum Glück nicht so schlimm werden wie vor zwei Jahren, als ich die Tour wegen der Überflutungen abbrechen mußte. Aber mit nassen Füßen werde ich heute rechnen müssen. Egal. Zunächst steht der Sender Gleiwitz auf dem Programm.

Von Kattowitz nehme ich den Zug nach Gleiwitz, das am westlichen Rand des Industriereviers liegt und einen kleinen Abstand zum eigentlichen Ballungsraum hält. Bergbau gab es hier freilich auch, aber Gleiwitz war schon im 14. Jahrhundert eine Residenzstadt und bietet daher sehr viel mehr als “nur” Industriegeschichte.

Kattowitz ist die größte und wichtigste Stadt im Oberschlesischen Revier. Der Ort hat sich in der Industrialisierung von einem kleinen Bauerndorf zu eine Großstadt von heute fast 300.000 Einwohnern entwickelt.

Was die Keimzelle der heute 100.000 Einwohner großen Stadt zwischen Beuthen und Kattowitz war, sieht man am (deutschen) Namen: Die Königshütte wurde 1797 als preußische staatliche Eisenhütte gegründet.

Rybnik war in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg ein mittelgroßes Städtchen mit etwa 30.000 Einwohnern, das 1922 bei der Teilung Oberschlesiens zu Polen gekommen war. Nach dem Krieg wurde die Stadt zum Zentrum eines großen Industriegebietes, einer Art Filial-Revier zum Oberschlesischen Revier. Heute ist Rybnik eine Großstadt mit über 130.000 Einwohnern.
