Das Quercy ist, genau wie die benachbarte Rouergue, weniger eine Landschaftsbezeichnung als vielmehr eine historische politische Region, die heute ungefähr durch das Département Lot abgedeckt wird.

Das Quercy ist, genau wie die benachbarte Rouergue, weniger eine Landschaftsbezeichnung als vielmehr eine historische politische Region, die heute ungefähr durch das Département Lot abgedeckt wird.

Nach kurzer Pause geht die Reiseerzählung aus dem Zentralmassiv nun weiter. Villefranche-de-Rouergue kann man, wenn man aus Süden auf die Stadt zufährt, schon gut überblicken. Die Stadt liegt in einem Talkessel am rechten Hochufer des Aveyron. Und wo es eine schöne Aussicht gibt, legen die Franzosen gern einen Aussichtspunkt an, mit Orientierungstafel und Sitzbänken.

Rieupeyroux ist eine knapp 2.000 Einwohner zählende Gemeinde, durch die man auf dem Weg von Sauveterre-de-Rouergue nach Villefranche-de-Rouergue kommt. Es ist zwar eine befestigte Stadt, aber streng genommen keine Bastide, weil es keine planmäßige Gründung ist und weil es weder ein klares geometrisches Straßenraster noch einen zentralen Marktplatz gibt. Die Stadt hat aber dennoch einen Festungs-Charakter, wie man an der Kirche erkennt.

Auch in der historischen Grafschaft der Rouergue, die ungefähr dem heutigen Département Aveyron (also der Gegend um Rodez und Millau) entspricht, wurden Bastides gegründet, befestigte Städte, mit denen man sich in den ständigen kriegerischen Auseinandersetzungen der Region schützen wollte. Eine der sehenswertesten Bastides ist Sauveterre-de-Rouergue.

Das Eisenbahn-Viadukt von Garabit haben wir ja zu Beginn dieser Reise schon ausführlich gewürdigt. Es gibt in der Region aber noch mehr bedeutende Eisenbahnbrücken, zum Beispiel das Viaduc du Viaur, das das Tal des gleichnamigen Flusses überquert.

Der kleine Ort Ambialet zeigt mir, daß auch ich noch längst nicht alle schönen Eckchen Frankreichs gesehen habe, denn hier war ich auf meinen bisherigen Touren noch nicht. Es lohnt sich aber:

Albi, die alte Bischofsstadt, ist zweifellos eine der schönsten Städte im Südwesten Frankreichs und einer der Höhepunkte dieser Tour. Noch so ein Lieblingsort des Reisehasen.

Am Tarn liegen zwischen Gaillac und Toulouse gleich mehrere Bastides, also Städte, die im Mittelalter ungefähr zeitgleich als befestigte Plätze gegründet wurden und eine ähnliche Stadtanlage aufweisen. Von Norden nach Süden sind das Lisle-sur-Tarn, Rabastens und Saint-Sulpice-la-Pointe.

Gaillac, eine Kleinstadt am Tarn westlich von Albi, wurde durch seine Benediktinerabtei geprägt und profitierte im Mittelalter von seiner Lage an einem der Zweige des Jakobsweges. Die Klosterkirche Saint-Michel der ehemaligen Abtei steht direkt am Flußufer.

Lavaur liegt in etwa zwischen Toulouse und Castres am Ufer des Agout im sogenannten Pays de Cocagne, was man wörtlich ungefähr mit Schlaraffenland übersetzen kann.
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