Herrieden hatte hier im Blog schon einen Auftritt, und zwar vor ziemlich genau acht Jahren: Anfang November 2018 war das, bei ganz ähnlichem Wetter (blauer Himmel, kalt).

Herrieden hatte hier im Blog schon einen Auftritt, und zwar vor ziemlich genau acht Jahren: Anfang November 2018 war das, bei ganz ähnlichem Wetter (blauer Himmel, kalt).

Von der Alsenz geht die Tour ins Nachbar-Flußtal, an den Glan. Der Glan. Die Glan gibt es auch. Dafür muß man allerdings bis nach Kärnten fahren, in die Ossiacher Tauern und nach Klagenfurt. Der Glan. ist etwas länger als die Kärntner Schwester (90 zu 64 km), hat seine Quelle im saarländischen Höchen (bei Bexbach) und mündet bei Odernheim in die Nahe. Das Flußtal liefert heute die erhofften herbstlichen Photo-Motive.

Auf dem Weg vom badischen Exil in die saarländische Heimat fährt der Reisehase regelmäßig durch die Pfalz. An einem so schönen Herbsttag lohnt es sich, ausnahmsweise mal nicht die A6 zu fahren, sondern parallel zur Autobahn durchs Nordpfälzer Bergland: Kleine Tagestour also von Kirchheimbolanden nach Meisenheim am Glan.

Von Aurillac aus ist die Rückfahrt ins Saarland etwa 800 Kilometer lang. Einmal volltanken und dann durchfahren. Der Weg ist ähnlich lang wie die Hinfahrt nach Saint-Flour, aber Aurillac liegt weit abseits aller Autobahnen, und so finden die ersten hundert Kilometer der Rückfahrt auf Landstraßen statt. Man kommt dann zwar langsamer voran, kann aber unterwegs nochmal halten und ein paar Orte besichtigen. Zum Beispiel Salers.

Aurillac, eine Stadt mit etwa 25.000 Einwohnern, ist die Präfektur des Départements Cantal.

Der Pas de Peyrol ist mit seiner Paßhöhe von 1589m die höchste (asphaltierte) Paßstraße des gesamten Zentralmassivs. Um zur Paßhöhe zu kommen, hat man drei Auffahrtsmöglichkeiten: Eine von Salers (aus Norden), eine von Aurillac durch das Jordanne-Tal (aus Südwesten) und eine aus Murat bzw. Dienne (aus Osten). Die Paßhöhe ist also auch eine Straßenkreuzung.

Von Murat führt die Reiseroute hinein in die Bergregion der Monts du Cantal und hinauf zur Paßhöhe des Pas de Peyrol. Die östliche Zufahrt dorthin führt über den Col de Serre (1384m). An dieser vorgelagerten Paßhöhe sollte man unbedingt einen Zwischenstop einlegen.

Beginn und Abschluß der Tour durch das Zentralmassiv liegen in der südlichen Auvergne. Gestartet sind wir in Saint-Flour, und nun sind wir wieder in derselben Region, nur etwas weiter westlich. Die Cère ist ein Nebenfluß der Dordogne und bildet in den südlichen Monts de Cantal ein wichtiges Quertal, das in der generell eher schlecht angebundenen Bergregion eine wichtige Verkehrsverbindung darstellt. Die gut ausgebaute Route Nationale 122 verbindet Massiac (und die Autobahn 75) mit Aurillac in der südlichen Auvergne und Figeac im Lot-Tal. Und auch die Eisenbahn fährt hier (Strecke Figeac – Arvant). Trotzdem ist auch das Cère-Tal landschaftlich reizvoll.

Der Ort mit dem sehr wohlklingenden Namen ist zwar nicht sonderlich groß (und verfehlt seit ein paar Jahren sogar die Marke von 1.000 Einwohnern), liegt aber sehr markant, nämlich an der Mündung der Truyère in den Lot. An einem Aussichtspunkt läßt man gar keine Zweifel daran, was man von hier aus sehen kann.

In Estaing biegt die Reiseroute kurzzeitig aus dem Lot-Tal ab und führt hinauf auf die Hochebenen zwischen den Flußtälern der Truyère im Norden und dem Lot im Süden. Dort liegt der Puy de Montabès (auch Puech de Montabez geschrieben), ein Berg, der mit 772m zwar nicht übermäßig hoch ist und auch gar nicht so viel höher als das umgebende Hochland. Als höchster Punkt der Hochebene bietet der Gipfel aber trotzdem eine wunderbare 360-Grad-Rundsicht.
