Zu den größten und bedeutendsten Bergstädten des Erzgebirges zählt Freiberg. Hier ist die Bergakademie angesiedelt, und eigentlich dreht sich alles nur um eines:

Zu den größten und bedeutendsten Bergstädten des Erzgebirges zählt Freiberg. Hier ist die Bergakademie angesiedelt, und eigentlich dreht sich alles nur um eines:

Nach zwei Tagen überwiegend in Tschechien ist nun auch mal die deutsche Seite des Erzgebirges an der Reihe. Genauer gesagt, der östliche Teil des Gebirges. Hier liegen Bergstädte wie Freiberg oder Altenberg, denen ich gleich jeweils eigene Beiträge widmen werde. Landschaftlich ist es zumindest in Teilen eine weite Hochfläche, mit Wiesen und Feldern sowie immer mal wieder ein bewaldeter Bergrücken oder ein Bachtal.

Annaberg-Buchholz ist, wie der Name unschwer erkennen läßt, eine Doppelstadt. Beide Teile sind eng mit dem Erzbergbau verbunden: Die 1496 am Pöhlberg gegründete Bergstadt Annaberg ebenso wie das 1505 am gegenüberliegenden Berghang als Münzstätte gegründete Buchholz.

Oberwiesenthal liegt auf 914m Höhe und ist, dank der Stadtrechte, damit die höchstgelegene Stadt Deutschlands. Das Zentrum mit Rathaus und Postmeilensäule ist aber schnell besichtigt, weil nur etwa 2.000 Einwohner hier leben.

Der Name Jáchymov ist eben schon im Artikel zu Ostrov / Schackenwerth gefallen. Hier wurde nach dem Zweiten Weltkrieg ein paar Jahre lang Uranerz abgebaut, was aber sehr schnell schon unwirtschaftlich wurde, im Gegensatz zum Erzgebirge jenseits der Grenze, wo ja die Wismut AG ebenfalls Uranerz abbaute (und die BSG Wismut Aue in die DDR-Oberliga brachte). Sankt Joachimsthal war aber schon im Mittelalter eine Bergbaustadt, ein Zentrum des Silberbergbaus.

Ostrov ist eine Stadt von etwa 16.500 Einwohnern, die aus zwei sehr unterschiedlichen Teilen besteht, die zwar sehr dicht beieinanderliegen, aber nur wenig gemeinsam haben. Zum einen ist da der alte Ortskern von Schlackenwerth. Der besteht im wesentlichen aus einer Hauptstraße mit Kirche, Mariensäule und durchgehender Bebauung.

Marienbad ist ja schon ein sehr bekannter Kur- und Badeort, aber Karlsbad ist noch berühmter. Der Kurbetrieb begann hier schon im frühen Mittelalter, mit Bädern in den warmen Quellen, die bis zu 72 Grad Wassertemperatur erreichen.

Asch liegt unmittelbar an der tschechisch-deutschen Grenze, im sogenannten Ascher Ländchen, wo Tschechien weit ins deutsche Vogtland hineinragt, weil die Gegend recht früh schon an Böhmen gefallen war. Die Stadt liegt sehr nett in der bergigen Landschaft, ist selbst allerdings bestenfalls mäßig hübsch. Blickfang ist das ehemalige Schloß in dem heute das Stadtmuseum untergebracht ist.

Egers Stadtzentrum bildet der langgestreckte Marktplatz mit Rolandsbrunnen und zahlreichen sehr sehenswerten Häusern aus allen Epochen von der Gotik bis zur Goethezeit (der war nämlich auch hier).

Marienbad ist der südliche Punkt des berühmten “böhmischen Bäderdreiecks”, das der Ort zusammen mit Karlsbad und Franzensbad bildet.
