Nach den beiden Arbeitswochen in Drogheda (intern heißt das bei uns übrigens WAFPR – Working Abroad For Personal Reasons. Die Abkürzungen waren früher prägnanter) folgt nun die Rundreise. Es ist die vierte Frühjahrs-Reise durch Irland in Folge. Nach Munster (2023), Leinster (2024) und Connacht (2025) steht nun die vierte irische Provinz (nach der traditionellen Aufteilung der Insel) auf dem Programm: Ulster.

Einen Teil davon habe ich schon bereist, unter anderem Derry, Enniskillen oder Newry, aber auch die drei zu Ulster gehörenden Grafschaften, die 1922 das Glück hatten, zum Freistaat Irland zu kommen: Donegal, Cavan und Monaghan. Start der Reise, nach dem Abholen des Mietwagens…

…ist die Grafschaft Down im Südosten von Nordirland. Sie ist vielleicht touristisch nicht so bekannt; zumindest zieht es die meisten Besucher eher an die Nordküste, Giant’s Causeway und so, aber Irland ist auch hier – natürlich – wunderschön. Hügelige Landschaft, viel Wasser. Im Hintergrund ragen die Mourne Mountains auf. Die stehen auch noch auf dem Programm, aber nicht heute.

Die herrliche Aussicht auf diesen Bildern hat man vom Mound of Down, einem Hügel am Stadtrand von Downpatrick, von dem man auch die Kathedrale sehen kann sowie in die andere Richtung die Vororte der Kleinstadt (etwa 10.000 Einwohner). Aber zur Stadt komme ich gleich noch ausführlicher.


Der Mound of Down ist ein Erdhügel, aber kein natürlicher, sondern eine Befestigungsanlage, die noch einige Rätsel aufgibt, weil man nicht genau weiß, aus welcher Zeit sie stammt. Vermutlich sollte es im 12. Jahrhundert eine Burg werden, die dann aber unvollendet blieb. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, daß der Hügel deutlich älter ist. Jedenfalls kann man ihn umrunden…

…und auf das zentrale Plateau aufsteigen, wo ein weiterer kleinerer Hügel aufgeschüttet ist. Da oben ist dann die beste Sicht.

Der erste Haltepunkt auf der Tagestour nach etwa 100km Autobahn (keine einzige Baustelle) war Ballynahinch, etwas nördlich von Downpatrick. Die Kleinstadt ist bekannt für ihr Market House von 1792 (Bild unten) und berüchtigt für ihre langen Staus, weil mehrere überregionale Landstraßen durchs Zentrum führen, das dafür nicht gemacht ist.

Einer der längeren und wasserreichen Flüsse der Grafschaft ist der River Quoile. Merkt Euch den Namen, falls bei Stadt-Land-Fluß das Q an der Reihe ist. 😉

Hier nochmal ein Blick auf die Silhouette der Mourne Mountains.
