Die Kleinstadt Friedland (vollständiger tschechischer Name: Frýdlant v Čechách) liegt in den westlichen Ausläufern des Isergebirges an der Wittig (Smědá).

Die Kleinstadt Friedland (vollständiger tschechischer Name: Frýdlant v Čechách) liegt in den westlichen Ausläufern des Isergebirges an der Wittig (Smědá).

Südlich von Marklissa beginnt das Isergebirge, und es ist wieder einmal Zeit für eine Wanderung: Von Neustadt an der Tafelfichte zur Tafelfichte. Rahmendaten: 12,7 km in 2:41 h. 644 Höhenmeter.

Von Lauban geht es südwärts, immer am Queis entlang. Hier liegt die Kleinstadt Marklissa.

Der 1346 gegründete Oberlausitzer Sechsstädtebund war lange Zeit ziemlich wichtig für die beteiligten Städte und die Region. Die sechs Städte verpflichteten sich unter anderem zu gegenseitigem Schutz und profitierten auch wirtschaftlich. Fünf davon hat der Reisehase schon besucht: Bautzen, Görlitz, Kamenz, Löbau und Zittau. Hier kommt die sechste: Lauban.

Die Kleinstadt Grottau (Hrádek nad Nisou) liegt auf tschechischer Seite im Dreiländereck D-PL-CZ an der Lausitzer Neiße.

Die größte Stadt in Nordböhmen ist mit knapp über 100.000 Einwohnern Reichenberg (Liberec). Die Namen klingen zwar sehr unterschiedlich, bedeuten aber das Gleiche, denn in der tschechischen Variante ist schlicht im Lauf der Zeit aus dem R im Anlaut ein L geworden und der Teil dahinter weggefallen. Von Reichen- ist also nur Li- übriggeblieben.

Am südlichen Rand des Isergebirges an der Quelle der Lausitzer Neiße liegt die Industriestadt Gablonz. Der Ort wurde ab dem 17. Jahrhundert für die Glasherstellung bekannt.

Von Hohenelbe geht die Fahrt heute wieder westwärts. Zunächst ins Isergebirge. Das ist ein Gebirgszug, der sich westlich an das Riesengebirge anschließt und nicht ganz so hoch ist, aber dennoch ebenfalls ein veritables Mittelgebirge darstellt. Die Straßen werden schmaler, die Ortschaften kleiner, die Wälder dichter und dunkler.

Von Hirschberg aus verläuft entlang der Kamienna das Hirschberger Tal stetig aufwärts ins Riesengebirge hinein. Es ist auf allen Seiten von Gebirgszügen umgeben. Im 19. Jahrhundert war das Tal besonders beim preußischen Hochadel beliebt (Schlesien war ja seit dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 preußisch). Man errichtete zahlreiche prachtvolle Schlösser, die der Reisehase heute allerdings nicht besucht, weil die Zeit fehlt auf dieser recht langen Tagesetappe. Aber die Fahrt dient ja ohnehin erst einmal nur dem Kennenlernen des Riesengebirges, und eine Rückkehr ist ohnehin schon in Planung. Erster Haltepunkt im Hirschberger Tal ist Bad Warmbrunn.

Hirschberg ist die polnische Metropole des Riesengebirges. In der nicht übermäßig dicht besiedelten Region genügen dafür knapp 80.000 Einwohner. Die Stadt mit ihrem sehr schönen historischen Zentrum ist unbedingt einen Besuch wert.
