Das Auxois ist eine Landschaft im Norden des Départements Côte-d’Or, allerdings ohne fest definierte Grenzen. Ob man sich gerade im Auxois befindet, kann man eigentlich nur daran ablesen, daß es irgendwo in der Nähe einen Ortsnamen gibt wie Semur-en-Auxois.
Pläne für eine Wasserstraße zwischen der Seine und der Saône, also letztlich zwischen dem Atlantik und dem Mittelmeer, gab es schon seit etwa 1500. Aber der knapp 250 Kilometer lange Canal de Bourgogne, der die Saône bei Saint-Jean-de-Losne (südöstlich von Dijon) mit der Yonne bei Migennes (nördlich von Auxerre) verbindet, wurde nach langer Bauzeit erst 1843 vollständig eingeweiht. Zu einer Zeit also, zu der die Eisenbahn schon dabei war, den Kontinent zu erobern…
Egal wie umfangreich ein Burgund-Reiseführer sein mag: Quetigny wird darin nicht vorkommen. Die Gemeinde liegt am Stadtrand von Dijon, und wie die meisten Orte in der Peripherie dient sie als Wohngemeinde für die nahe Großstadt.
Dijon ist bekanntlich die Hauptstadt des Burgund. Das war Dijon auch schon, als die burgundischen Herzöge hier ihr großes Reich regierten, zu dem auch ein Großteil der heutigen Niederlande gehörte. Das Burgund spielte damals für 100 Jahre bei den europäischen Großmächten mit. Daher bildet der angemessen prächtige Herzogspalast auch das Zentrum der Stadt.
Mit den Zisterziensern habe ich mich ja schon ausführlich beschäftigt, nicht nur hier im Hasenblog. Der Reisehase geht aber nun “ad fontes”: Wo alles begann.
Auxonne ist der erste Halt auf dieser Tour, ganz im Osten des Burgund und nahe der Grenze zur Franche-Comté gelegen. Die gemütliche Kleinstadt liegt an der Saône, die hier schon breit ist und eine sehr weite Ebene bildet, die im Westen von der Côte d’Or begrenzt wird.
Im September 2002 habe ich meine erste Frankreich-Tour unternommen: Zwölf Tage Burgund. Das war der Startschuß für eine ganze Reihe von Frankreich-Touren und -Aufenthalten, die sich insgesamt auf fast 1 1/2 Jahre summieren. Das meiste allerdings war vor der Hasenblog-Zeit, weshalb Frankreich hier eklatant unterrepräsentiert ist. Das soll sich jetzt ändern, und als Ziel für die erste lange Frankreich-Tour nach der Corona-Zwangspause hat sich das Burgund also angeboten. Ich wandele also auf meinen eigenen Spuren, versuche aber, nicht zu klingen als erzählte Opa vom Krieg.
Von Irland in den Hunsrück: Das geht ziemlich schnell, nicht nur hier im Blog, sondern zum Beispiel auch von Dublin oder Kerry Airport zum Flughafen Hahn, der offiziell immer noch das völlig absurde “Frankfurt” im Namen trägt, obwohl die Stadt mehr als hundert Kilometer weit weg ist und also Aachen-Hahn, Luxemburg-Hahn oder Saarlouis-Hahn auch nicht absurder wären. Aber ich mag diesen Flughafen; die Wege sind kurz, alles geht schnell und das Parken ist einigermaßen günstig. Oder war es zumindest; im Vergleich zum letzten Jahr haben sich die Preise fast verdoppelt, und da läßt man sich zukünftig bei längeren Reisen wohl besser hinfahren.
Nach den Tagen in Dundalk geht es nun als Abschluß der Reise zurück in Richtung Dublin. Als letzten Halt auf dieser Tour hat der Reisehase nochmal einen Ort am Meer ausgewählt: Skerries (Na Skeirí) im County Fingal.