Sohrau (Żory)

Sohrau ist eine etwa 60.000 Einwohner zählende Stadt etwa auf halbem Weg zwischen Rybnik und Pleß, etwa 30 Kilometer südlich des Oberschlesischen Reviers gelegen. Allzu viel war im Vorfeld nicht herauszufinden über die Stadt. Die Schlesien-Bücher, die ich habe (einen eigenen Reiseführer Oberschlesien gibt es gar nicht), erwähnen die Stadt nur kurz, und bei Wikipedia gibt es nicht einmal einen Abschnitt mit Sehenswürdigkeiten. Wie üblich: Alles zu unrecht! Denn Sohrau ist im Zentrum sehr, sehr hübsch.

Sohrau wurde im Krieg zu 80% zerstört, und die Bebauung um den Ring stammt zum Teil aus der Nachkriegszeit, was die Platzseiten in der Tat nicht durchgängig hübsch macht. Trotzdem ist der Ring selbst ein sehr schön gestalteter und gepflegt wirkender Platz mit angenehmer Atmosphäre. Er ist zum Teil begrünt…

…es gibt ein nostalgisches Karussell (mit dem Thema Jules Verne)…

…und einen Brunnen mit Wasserspielen (siehe Startbild). Ein paar Meter abseits steht die Pfarrkirche, die den Heiligen Philipp und Jakob geweiht ist.

Gegenüber steht ein Kunstwerk, das mir rätselhaft geblieben ist, auch weil ich keine Beschreibung gefunden habe. Ein Hasenkopf war bei dieser Menagerie leider nicht dabei.

Vielleicht ein Exponat des Städtischen Museums? Das steht in der Nähe und ist in einer alten Villa untergebracht.

Am westlichen Punkt der linsenförmigen Altstadt (man sieht die Anlage schön auf dem historischen Stadtplan an der Mauer rechts im Bild) stand früher das Teschener Tor, das man inzwischen wieder in Form einer Skulptur aufgebaut hat, die auf beiden Seiten jeweils noch Informationen zur Stadt liefert.

Sohrau ist also auf jeden Fall sehenswert, auch wenn die Anfahrt aktuell sehr stauanfällig ist. Eine wichtige Haupt- und Umgehungsstraße ist nämlich gerade Großbaustelle.

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