Tarnowitz (Tarnowskie Góry)

Etwa zehn Kilometer nördlich von Beuthen, also bereits im Vorland des Industriereviers, liegt Tarnowitz auf den Tarnowitzer Höhen, woran der polnische Name der Stadt erinnert: Góra = Berg.

Die beiden Fahnen auf dem Ringplatz tragen die Aufschrift: 500-lecie. Genau 500 Jahre ist es nämlich her, daß Tarnowitz die Bergrechte erhielt; man hatte Silbervorkommen entdeckt und begann 1526 mit dem Abbau. Neben der Silbergrube entstand eine Siedlung von Bergleuten, die im Lauf der Zeit zu einer Stadt von heute gut 60.000 Einwohnern angewachsen ist. Im Zentrum wirkt der Rynek aber trotzdem sehr gemütlich und mit den Restaurants und Cafés auch sehr einladend.

An einer der Platzseiten gibt es auch Arkadengänge.

Und auf dem Platz eine Ausstellung mit Info-Tafeln zu Attraktionen in anderen bedeutenden Bergwerksregionen. Da darf natürlich das Saarland nicht fehlen: Velsen!

Die Keimzelle von Tarnowitz, das Silberbergwerk, liegt am Rand der Stadt und ist inzwischen auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Man kann hier unter Tage fahren; allerdings braucht man für die geführte Besichtigung leider deutlich mehr Zeit als ich heute habe.

Es bleibt daher bei einer Außenbesichtigung des Freigeländes, auf dem diverse Maschinen, Lokomotiven und Apparaturen ausgestellt sind, und eine kleine Parkbahn fährt auch.

Die Donnersmarckhütte lag in Zabrze; sie gehörte dem Industriellen Guido Henckel von Donnersmarck, dessen Familie wir gestern auf Schloß Brynnek schon begegnet sind. Ihm selbst werden wir gleich nochmal begegnen, in Zabrze, wohin die Reise nun geht.

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