Bad Urach

Bad Urach ist eine Kleinstadt (12.000 Einwohner) an der Erms im nördlichen Teil der Schwäbischen Alb, in einem Tal, das das Neckartal (bei Neckartenzlingen) über Metzingen mit der Albhochfläche verbindet. Über die B465 kommt man von Bad Urach in ein paar Minuten nach Münsingen.

Urach war Residenz einer Seitenlinie der Württemberger. Davon zeugt noch das Uracher Schloß: Das ist der Fachwerkbau rechts im Bild.

Hier nochmal in voller Pracht.

Noch mehr Fachwerk bietet das hübsche Stadtzentrum mit dem großen Marktplatz.

Dort steht ein 2023 aufgestelltes Denkmal für den Schäferlauf, ein wohl seit der frühen Neuzeit veranstaltetes Zunftfest der Schäfer, bei dem es früher nicht immer sehr züchtig zuging, weil die Schäfer ihren Lauf oft eher leicht bekleidet durchführten. Mittlerweile ist der Schäferlauf, der alle zwei Jahre in Urach stattfindet, gezähmt worden, aber das Denkmal illustriert eher die ungebändigte Variante. Es ist ein Werk von Peter Lenk.

Peter Lenk, das ist der Künstler, der in Konstanz die Imperia in die Hafeneinfahrt gestellt hat und auch sonst gerne mal Diskussionen mit seinen Werken auslöst. Daher erhielt auch das Schäferlauf-Denkmal, auf dem man mitten auf dem von Fachwerkhäusern eingerahmten Marktplatz die Schäfer zum Teil unten ohne um den Sieg ringen sieht, anfangs nicht die ungeteilte Begeisterung. Im Gegenteil… Bei Google kann man unter anderem lesen: Scheußlich, überteuert, schrecklich, sinnlos, schämen sollte man sich. Wahre Schönheit mag anders sein, aber jedenfalls gibt’s was zu sehen, die große Skulptur ist ein dankbares Photo-Motiv, und das Glockenspiel spielt fünfmal am Tag auch schön (19 Uhr: “Kein schöner Land”).

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