Gütersteiner und Uracher Wasserfall

Dieser Rundweg bei Bad Urach war zwar nicht übermäßig lang (8,1 km), aber hatte doch einige Höhenmeter (ca. 250) und zählt daher als richtige Wanderung und nicht nur als Spaziergang.

Außerdem mußte der Reisehase während der Wanderung durch die Hölle gehen.

Das war aber gar nicht schlimm, sondern eher ein sehr schöner schmaler Weg am Berghang.

Und die Bewohner der Hölle sind auch definitiv keine Kreaturen, wie man sie von den Darstellungen des Jüngsten Gerichts an gotischen Kathedralen kennt. Aber wer die “Ritter der Kokosnuß” gesehen hat und sich an das Killer-Kaninchen von Caerbannog erinnert, weiß, daß man vorsichtig sein muß, selbst wenn jemand so niedlich daherkommt. 😉

Schon vor der Hölle gab’s am Weg aber einige Sehenswürdigkeiten. Da ist zum Beispiel das Vorwerk Güterstein, der ehemalige Wirtschaftshof eines Klosters, der heute eine Außenstelle des Gestüts Marbach ist und als Fohlenhof dient. Früher gehörte der Hof zur Kartause Güterstein, einem Kloster, das im 12. Jahrhundert gegründet wurde – ursprünglich als Zisterzienserkloster! Ganz zufällig treibt sich der Reisehase hier ja nicht rum.

Vom Kloster selbst hat sich nichts erhalten; an der Stelle steht heute eine kleine Kapelle. Sie steht direkt oberhalb des Gütersteiner Wasserfalls, zu dem man vom Vorwerk über einen steilen Pfad kommt, auf dem ein Großteil der Höhenmeter der Wanderung anfällt.

Ein kleiner Bach bildet hier zunächst eine kleines Wasserbecken und fließt von dort über die Felskante hinunter ins Tal.

Noch deutlich größer (und deshalb auch mehr besucht) ist der Uracher Wasserfall. Er liegt etwa zwei Kilometer südöstlich vom Gütersteiner Wasserfall. Der Weg verläuft am Berghang entlang durch den Wald, und auf diesem Abschnitt liegt auch die Hölle. Der Brühlbach entspringt aus einer Karstquelle und fällt nach wenigen Metern fast 40 Meter ins Tal.

Danach fließt der Bach in kleineren Kaskaden über Kalkfelsen (die durch das kalkhaltige Wasser immer weiter wachsen), hat aber inzwischen auch die Treppenstufen des Wanderweges erobert.

Durch das sehr hübsche Meisental mit seinen Wiesen im Talgrund, an dessen Rand auf einem hohen Berg die Burgruine Hohenurach steht, geht es dann zurück in Richtung Startpunkt.

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