Füssen hat, wie Kempten, seine Wurzeln in der Römerzeit; die Römer errichteten hier ein Lager an der Via Claudia Augusta namens Foetibus, das sich etymologisch über die Namen Fozzen und Füzzen zum heutigen Füssen entwickelte. Und in der Stadt wird man heilfroh sein, daß am Ende Füssen herausgekommen ist und es nicht bei Fozzen geblieben ist.
Oy ist ein kleines Dorf auf einem Höhenrücken im Allgäu, zwischen Kempten und Füssen gelegen. Im Ortszentrum steht die kleine Kirche, und es gibt einen Kurpark, weil sich Oy als Kneipp-Kurort positioniert. Der Ortsname könnte dem einen oder anderen SWR3-Hörer vielleicht noch bekannt vorkommen.
Der kleine Marktort liegt nicht weit von der Grenze zu Österreich. Er ist vor allem ein Wintersportort, aber auch im Sommer beliebt, zum Beispiel zum Wandern. Und als Luftkurort bietet Scheidegg auch einige Kur- und Rehakliniken.
Auf dem Tagesprogramm steht das Allgäu, aufgrund des Wetters (Nieselregen… stimmt ja, sowas gab’s ja auch mal. Hat man schon ganz vergessen, daß es außer Sonne/34° noch anderes Wetter gibt…) wird es aber mehr eine Städtetour als eine Landschaftstour. Ein paar schöne Blicke findet der Reisehase aber natürlich trotzdem, zum Beispiel hier von der Pfarrkirche in Eglofs.
Kempten hat es letztlich Strabon zu verdanken, daß es nachweislich zu den ältesten Städten Deutschlands zählt. Der Historiker erwähnte das antike Cambodunum nämlich im Jahr 18 n. Chr. Das war das erste Kempten. Später kamen zwei weitere hinzu: Eine Reichsstadt und eine Stiftsstadt. Die Fürstabtei Kempten (Benediktiner) und die seit 1289 reichsfreie Stadt bildeten nämlich zwei getrennte Stadtkerne, die noch heute erkennbar sind, auch wenn sie inzwischen natürlich zusammengewachsen sind. Zwischen den Nachbarn Stadt und Abtei krachte es immer mal wieder heftig. In dieser Kirche aber trafen sich beide Städte, denn die Basilika St. Lorenz war sowohl Stiftskirche der Fürstabtei als auch Pfarrkirche der Stadt.
Wie Ochsenhausen war auch das Benediktinerstift Ottobeuren, ein paar Kilometer östlich von Memmingen gelegen, über Jahrhunderte (genauer: von 972 bis 1803) reichsunmittelbar, also ein eigenständiges Territorium.
Memmingen gilt als Tor zum Allgäu, liegt schon im bayerischen Teil Schwabens und hat eine sehr schöne Altstadt mit zahlreichen historischen Gebäuden. Hier das Rathaus und das Steuerhaus: