Kempten (Allgäu)

Kempten hat es letztlich Strabon zu verdanken, daß es nachweislich zu den ältesten Städten Deutschlands zählt. Der Historiker erwähnte das antike Cambodunum nämlich im Jahr 18 n. Chr. Das war das erste Kempten. Später kamen zwei weitere hinzu: Eine Reichsstadt und eine Stiftsstadt. Die Fürstabtei Kempten (Benediktiner) und die seit 1289 reichsfreie Stadt bildeten nämlich zwei getrennte Stadtkerne, die noch heute erkennbar sind, auch wenn sie inzwischen natürlich zusammengewachsen sind. Zwischen den Nachbarn Stadt und Abtei krachte es immer mal wieder heftig. In dieser Kirche aber trafen sich beide Städte, denn die Basilika St. Lorenz war sowohl Stiftskirche der Fürstabtei als auch Pfarrkirche der Stadt.

Kempten hat überhaupt eine sehr hübsche Altstadt mit sehr vielen historischen Gebäuden und sehr viel Barock.

Ups. Das nun gerade nicht. Ich bin ja ein großer Freund moderner Architektur, aber manchmal wundere ich mich schon, wie man auf die Idee kommt, diesen Klotz direkt neben die barocke Residenz zu stellen. Ein wenig sollte man doch aufs Umfeld achten. Die Residenz ist ein langgestrecktes Gebäude, das zeitgleich mit der Basilika errichtet wurde.

Den zweiten Stadtkern bildet der Marktplatz mit dem Rathaus, das ursprünglich 1388 begonnen wurde, aber dann in fast jedem Jahrhundert umgebaut wurde.

In der Nähe steht die Kirche St. Mang, seit dem 16. Jahrhundert evangelische Stadtpfarrkirche.

Davor steht ein Brunnen mit vier Tieren. Darunter ist eines meiner Lieblingstiere: Ein Alpensteinbock. Die drei anderen sind aber bloß Einhörner und sowas. Ein Brunnen, bei dem die Figuren auf einem Steinbock, einem Frosch, einem Igel und einem Hasen reiten…. ich finde, das hätte was. 🤔

Von der St.-Mang-Brücke am Illerwehr hat man nochmal einen schönen Blick auf den Fluß und die Altstadt.

Und dann geht es weiter nach Süden. Nun sind auch die ersten Alpengipfel in Sichtweite.

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