Bremerhavens Hafengebiet bietet aber noch viel mehr.

Im Neuen Hafen liegen aktuell gleich zwei sehr sehenswerte Segelschiffe vor Anker. Eines davon ist sowieso dauerhaft hier: Das Schulschiff Deutschland.

Ich bin ja gerne mal von diversen Sachen begeistert, die ansonsten nicht unbedingt dafür bekannt sind, allgemeine Begeisterung auszulösen. Ich sag mal: Arminia Bielefeld. Bremerhaven ist auch so ein Fall.

Cuxhaven liegt am westlichen Ende des Elbe-Mündungstrichters, der hier schon gute 15 Kilometer breit ist.

Gleich vorweg: Bederkésa. Betonung auf der dritten Silbe. Im Ortsnamen steckt der Personenname Bederich, ein Ritter, der hier wohl im Mittelalter Grundbesitz hatte. Die Burg Bederkesa ist aber aus späterer Zeit; die heutige Anlage stammt aus dem 14. und 15. Jahrhundert.

So ungefähr hatte ich mir das Künstlerdorf Worpswede vorgestellt: Alte Künstlerhöfe, die idyllisch im Grünen liegen. Ungefähr so wie das französische Pendant Barbizon, im Wald von Fontainebleau gelegen, wo Künstler wie Corot und Millet die “Schule von Barbizon” prägten.

Zeven entstand um ein im 12. Jahrhundert aus dem nahen Heeslingen hierher verlegtes Kanonissenkloster. Als Grund für die Verlegung in das damals deutlich abgelegenere Zeven nennen die Urkunden “irreligiositas”, was sich ungefähr mit Disziplinlosigkeit übersetzen läßt. Auf gut Deutsch: Die Nonnen hatten sich wohl ungebührlich verhalten. Man kann erahnen, was gemeint ist.

Südlich der Elbe liegt der Landkreis Stade, der von der Hamburger Stadtgrenze bis zur Oste reicht und zu dem auch Kehdingen gehört. Die Kreisstadt Stade liegt heute nicht auf der Route; der Reisehase war da schon mal. Stattdessen macht er Station in Horneburg, ein paar Kilometer südöstlich von Stade. Im Bild der Burgmannshof von 1509.

Von Bremervörde geht die Tagestour zunächst nordwärts, bis an die Elbe. Hier liegt Kehdingen, was kein Ort ist, sondern der Name der Landschaft.

Zwischen Bremen und Bremervörde erstreckt sich das Teufelsmoor. Worpswede liegt mittendrin, weshalb die Sumpflandschaft natürlich ein beliebtes Bildmotiv für die dortige Künstlerkolonie war. Und heute kommt der Reisehase.
