Ivenack

Noch ein Zisterzienserkloster, noch ein Pflegefall (wie Dargun): Ivenack war ein 1252 gestiftetes Nonnenkloster, das wie alle anderen Klöster der Region während der Reformationszeit aufgehoben wurde.

An der Stelle der Klostergebäude entstand später ein Schloß, das die Reichsgrafen von Plessen bewohnten, die aus der Familie von Maltzahn stammten (die mit den böse dreinblickenden Hasenköpfen im Wappen, siehe Kummerow). Das Schloß diente nach dem Krieg als Wohn- und Pflegeheim und verfiel mit der Zeit. Seit einigen Jahren wird die Anlage nun aber restauriert, was vermutlich deutlich teurer werden dürfte als der kolportierte Kaufpreis im niedrigen sechsstelligen Bereich, den ein dänischer Geschäftsmann vor ein paar Jahren zahlte.

Bereits wieder restauriert ist die Schloßkirche, die ehemalige Klosterkirche.

Und auch Ivenack hat seinen See.

Außerdem gibt es hier ein bedeutendes Naturdenkmal: Die Ivenacker Eichen.

Im Wald bei Ivenack stehen bis zu 30 Meter hohe Eichen, die eventuell bereits tausend Jahre auf dem Buckel haben könnten; genau weiß man es nicht, weil die Bäume innen einen hohlen Kern haben und man daher selbst mit Bohrungen keine Jahresringe mehr zählen kann, und weil man an den uralten Bäumen natürlich auch nicht mehr herumprokeln möchte als unbedingt nötig.

Der Ivenacker Wald bietet einige Rekorde, insbesondere steht hier die älteste lebende Stieleiche der Erde; der Baum, der tatsächlich etwa tausend Jahre alt sein dürfte, ist außerdem das älteste Lebewesen in Deutschland.

Und hier erwischt der Reisehase dann sogar einen Grünspecht (Aufnahme mit 300mm Brennweite, daher leicht unscharf).

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