Lauenburg/Elbe

Lauenburg liegt am rechten (nördlichen) Elbufer und gehört damit zu Schleswig-Holstein. Offenbar weiß man in der Stadt sehr genau, wie man sich die Sympathie des Reisehasen erobert.

Nein, ich wohne nicht da. Aber diese Einrichtungsidee merke ich mir mal.

Von Süden kommend fährt man über eine recht schmale Brücke über die Elbe. Die Hauptstraße führt dann am Stadtzentrum von Lauenburg vorbei, und das ist auch durchaus sinnvoll, denn der Ort ist in den schmalen Bereich zwischen der Elbe und dem durchaus hohen und steilen Flußufer gequetscht. Von wegen Norddeutsche Tiefebene; es gibt hier schon einige Höhenzüge, die übrigens meistens Moränenhügel aus der letzten Eiszeit sind. Willkommen in Moränien.

Die Lage in dem schmalen Uferbereich wird jedenfalls zum Problem, wenn die Umgehungsstraße wegen einer Baustelle gesperrt ist. So wie derzeit. Dann muß nämlich der gesamte Durchgangsverkehr durch die schmale, kopfsteingepflasterte Hauptstraße des Ortes (Einbahnstraße, verkehrsberuhigter Bereich) zuckeln, was weder dem Verkehr noch den Fußgängern gefällt. Die LKWs halten sie immerhin fern, denn die kämen da niemals durch. Damit es gar nicht erst einer versucht und dann unwiderruflich im Ortskern steckenbleibt, hat man auf der Elbbrücke fette Betonblöcke installiert, die nur schmale Fahrzeuge passieren können. Dank einer Ampelanlage am Stadteingang gibt es außerdem immer mal wieder autofreie Phasen, in denen man dann Photos machen…

…und die alten Backstein-Fachwerk-Häuser gebührend bewundern kann.

Von der Elbstraße führt der Hohle Weg durchaus steil zur Oberstadt hinauf.

Hier stand auf der Höhe über dem Elbtal das Lauenburger Schloß, denn Lauenburg war bis ins 17. Jahrhundert die Hauptstadt eines kleinen Herzogtums. Vom originalen Schloß steht aber nicht mehr viel. Dafür hat man von der Terrasse am Schloßberg, dem sogenannten Askanierblick, eine sehr schöne Sicht auf die Elbe (siehe Bild oben) und sieht Skulpturen, zum Beispiel diese junge Dame.

Ein noch etwas bekannteres Kunstwerk ist der Rufer, Lauenburgs Wahrzeichen, seit er 1959 aufgestellt wurde (am Ruferplatz direkt am Elbufer). Er soll an die Elbschiffahrt erinnern und jemanden darstellen, der einem vorbeifahrenden Schiff etwas zuruft. Was auch immer. Vielleicht “Tosterglope!” Vom gleichen Bildhauer, Karl-Heinz Goedtke, ist übrigens auch der Till Eulenspiegel in Mölln.

Direkt nebenan liegt Kaiser Wilhelm. Die Kaiser Wilhelm, ein Raddampfer, 1900 in Dresden gebaut und noch fahrtüchtig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*