Nach der langen (und am Ende leider etwas stressigen) Fahrt über den San Bernardino stehen noch zwei weitere Alpenpässe auf dem Tagesprogramm. Die Etappe sollte die Königsetappe werden und war es mit dreimal “hors catégorie” irgendwie auch.

Nach der langen (und am Ende leider etwas stressigen) Fahrt über den San Bernardino stehen noch zwei weitere Alpenpässe auf dem Tagesprogramm. Die Etappe sollte die Königsetappe werden und war es mit dreimal “hors catégorie” irgendwie auch.

Die San-Bernardino-Strecke ist eine der wichtigsten Paßstraßen der Alpen. Sie ist in der vollen Distanz fast 60 Kilometer lang, wenn man die Landstraße nimmt und als Talort Castione im Tessin-Tal rechnet, wo die Hauptstraße 13 von der Gotthard-Strecke abzweigt. Von hier an geht es fast stetig bergauf, von etwa 250 Meter Höhe auf 2066 Meter Höhe.

Trotz aller Sehenswürdigkeiten: Die eigentliche Haupt-Attraktion Luganos ist der See.

Wenn man mit dem Zug nach Lugano fährt und aus der offenen Empfangshalle des Bahnhofs herausgeht, empfängt einen die Stadt mit dieser Ansicht:

Seit 1878 ist Bellinzona die alleinige Hauptstadt des Tessin. Vorher wechselte sich die Stadt mit Lugano und Locarno ab.

Die Tagestour durchs Tessin ist zweigeteilt: Mit dem Auto geht es zunächst von Acquarossa über Biasca nach Bellinzona, dann von dort per Zug weiter nach Lugano, Mendrisio und Chiasso. Erster Halt des Tages ist Biasca, das an der Verzweigung zweier sehr wichtiger Alpentäler liegt, wie man im Bild sehen kann: Links geht es zum Gotthard, rechts zum Lukmanier.

Der Lukmanierpaß verbindet Disentis in der Surselva in Graubünden mit Biasca im Tessin.

Der rätoromanische Name von Disentis ist Mustér, was auf die wichtigste Sehenswürdigkeit des Ortes hinweist: Das große Benediktinerkloster.

Auf der nördlichen Talseite der Surselva liegt Trun, heute mit etwa 1.100 Einwohnern ein kleineres Dörfchen.

Die Surselva ist das Tal des Vorderrheins, der am Oberalppaß entspringt und dann durch Orte wie Disentis oder Ilanz fließt, bis er bei Reichenau auf den Hinterrhein trifft und mit diesem als vereinigter Rhein nun gemeinsame Sache macht. Surselva bedeutet “oberhalb des Waldes”, womit der Große Wald in der Gegend um die Rheinschlucht gemeint war.
