Gräfenhainichen

Gräfenhainichen paßt zwar inhaltlich nicht so richtig in diese Tour, aber es ist damals liegengeblieben, als ich im Industrierevier um Bitterfeld, Leuna und Merseburg war.

Die Kleinstadt liegt am Rand eines ehemaligen Braunkohle-Tagebaus, der heute geflutet ist und  stellenweise als Badesee dient. In der Stadt steht die klassizistische Paul-Gerhardt-Kirche.

Ein Stadtteil ist Zschornewitz. Hier stand lange Zeit das weltweit größte Braunkohlekraftwerk.

Die erhaltenen Teile der nach der Wende stillgelegten Anlage konnten bis vor ein paar Jahren noch besichtigt werden. Nach einem Eigentümerwechsel (irgendein Energieversorger) ist das nun leider nicht mehr möglich.

Um das Kraftwerk entstand auch eine kleine Werkssiedlung. Klein, was den Umfang angeht, nicht den Gebäudebestand.

Ein Stück weiter, am Goitzschesee, hat man einen Turm ins Wasser gebaut.

Der Pegelturm ist 26m hoch und schwimmt quasi auf dem Wasser, indem er an einem im Boden verankerten Kern in der Mitte je nach Wasserstand auf- oder absteigt. Klingt wacklig, ist aber sehr stabil.

Von oben sieht man weit über das hier sehr flache Land, zum Beispiel hinüber nach Bitterfeld.

Vor 40 Jahren war hier noch eine andere Welt.

Etwas östlich liegt Bad Döben, eine Kleinstadt mit wieder einmal sehr hübschem Rathaus auf einem schönen Marktplatz.

1813 lagerte Napoleon hier mit den französischen Truppen, ehe er in Richtung Leipziger Völkerschlacht aufbrach.

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