In einer Flußschleife des Serein liegt das mittelalterliche Noyers, das zwar wie eine Kleinstadt wirkt, aber lediglich auf knapp 600 Einwohner kommt.

In einer Flußschleife des Serein liegt das mittelalterliche Noyers, das zwar wie eine Kleinstadt wirkt, aber lediglich auf knapp 600 Einwohner kommt.

Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Burgund, die romanisch-frühgotische Basilika Sainte-Marie-Madeleine in Vézelay, läßt der Reisehase auf dieser Tour mal links liegen, weil er schon mehrmals dort war und weil im Tagesplan dafür nicht genügend Zeit ist. Einen nicht ganz adäquaten, aber auch sehenswerten Ersatz bietet das nur ein paar Kilometer entfernte, unterhalb des Berges von Vézelay gelegene Saint-Père.

Clamecy liegt zwischen der eher flachen Puisaye und dem bergigen Morvan an der Mündung des Beuvron in die Yonne auf einem Plateau oberhalb der beiden Flußtäler.

Etwas abseits der Hauptreiserouten liegt die Landschaft der Puisaye, die keine richtig fest definierbaren Grenzen hat, weshalb man nie so genau weiß, wann man in der Puisaye ist und wann nicht. Ok, wenn der Ort Saint-Sauveur-en-Puisaye heißt, dann läßt das gewisse Rückschlüsse zu.

Sens liegt in der nordwestlichen Ecke des Burgund, gehört aber historisch eigentlich gar nicht zur Region, sondern war und ist viel stärker in Richtung Île de France bzw. Champagne ausgerichtet. Bis nach Paris sind es von hier nur noch etwa 120 Kilometer – halb so weit wie in die burgundische Hauptstadt Dijon.

Joigny liegt an einem Übergang über die Yonne nördlich von Auxerre. Den schönsten Blick auf die Stadt hat man von der Côte Saint-Jacques, einer Anhöhe etwas außerhalb mitten in den Weinbergen, die man aber erstmal finden muß, weil sie in Joigny nur sehr dezent ausgeschildert ist. Allerdings sollte man für’s perfekte Photo eigentlich am späten Nachmittag hierher kommen, denn dann hätte man die Sonne im Rücken. So sind die Lichtverhältnisse nicht ganz optimal.

Das Département mit der Nummer 58, Nièvre, entspricht im wesentlichen der historischen Grafschaft des Nivernais. Es ist ein sehr ländliches Gebiet, das heute den Südwesten der Region Burgund bildet und dessen wenige Städte meist ganz im Westen liegen, im Loiretal. Nach Osten wird es bergiger; hier beginnt der Morvan.

Das südliche Burgund ist Cluny-Land: Hier liegt die Abtei Cluny, und was Zisterzienserklöster angeht, sieht es daher in der Gegend ziemlich dünn aus. Stattdessen findet man viele Cluniazenser-Kirchen. Eine der wichtigsten ist La Charité-sur-Loire, die „erste Tochter von Cluny“.

Auch wenn Sancerre nur ein paar Kilometer vom Burgund entfernt liegt: Der Ort mit seinem berühmten Weinbaugebiet zählt nicht mehr zum Anbaugebiet Burgund, sondern zum Gebiet Loire. Ebenso übrigens wie das auf der anderen Seite der Loire gelegene und schon burgundische Pouilly-Fumé.

Vor den Toren von Nevers, aber schon im Gebiet des Départements Cher (also in der Region Centre) steht die Ruine eines Zisterzienserklosters: Fontmorigny entstand als Benediktinerkloster, trat aber 1149 zum Zisterzienserorden über.
