Dreiländereck PL-CZ-SVK

Vor kurzem stand das Dreikaisereck bei Myslowitz auf dem Tourenprogramm, nun folgt ein Dreiländereck, und zwar eines, das noch existiert und nicht nur ein historischer Punkt ist. In den Schlesischen Beskiden treffen Polen, Tschechien und die Slowakei aufeinander.

Das Dreiländereck liegt in einer Bergregion etwa einen Kilometer vom polnischen Bergdörfchen Jaworzynka entfernt. Das ist zwar recht abgelegen, aber nicht total einsam, weil das Dreiländereck ein beliebtes Wanderziel ist, insbesondere von der polnischen Seite aus, wo man von Jaworzynka über einen gut ausgebauten und asphaltierten Weg ziemlich bequem zur Landesgrenze kommt. Um den eigentlichen Grenzpunkt, der sich in einem kleinen Bach befindet (das Bachtal sieht man oben im Startbild links in der Bildmitte), stehen drei Grenzsteine: Ein polnischer…

ein tschechischer (im Pavillon)…

…und ein slowakischer.

Der Reisehase ist ja bisweilen Jäger und Sammler und hätte eigentlich Spaß daran, noch ein paar weitere Dreiländerecke einzusammeln. Das eine oder andere ist ja im Hasenblog schon aufgetaucht (D-B-L, D-B-NL, D-PL-CZ), und in Europa, vor allem in Osteuropa, gibt es noch einige mehr. Allerdings sind einige dieser Punkte entweder nur schwer zugänglich (für F-CH-I zum Beispiel muß man richtig Bergsteigen, bis auf knapp 4000 Meter Höhe) oder momentan eher nicht empfehlenswert (alles, woran Rußland oder Weißrußland beteiligt sind). Vielleicht konzentriere ich mich erstmal auf die etwas einfacheren Dreiländerecke wie dieses hier, wo alles nämlich ganz unkompliziert ist, dank EU und Schengenraum.

Die Beskiden sind ein Gebirgszug, der schon zu den Karpaten gehört und hier Schlesien (nördlich) und Mähren (südlich) voneinander trennt. Es gibt viel Wald, aber auch Lichtungen mit Wiesen und Weiden. So sieht das aus:

Eine schöne und zum Wandern geeignete, allerdings sehr dünn besiedelte und einsame Bergregion, die am Weiberberg (Babia Góra) 1725m Höhe erreicht. Am Dreiländereck sind die Beskiden aber nicht so gebirgig, sondern eher hügelig. Man ist hier auf etwa 550 Metern Seehöhe, hat aber von Jablunkau unten im Olsa-Tal immerhin auch schon 300 Höhenmeter überwunden.

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