Die Landschaft der Argonne erstreckt sich westlich des Maastals und bildet die Westgrenze Lothringens zur nördlichen Champagne. Sie ist neben ein paar bewaldeten Höhenzügen vor allem geprägt von endlosen Getreidefeldern auf einer leicht gewellten Hochebene, die hin und wieder von kleinen Bachtälern durchzogen ist.
Voie Sacrée
Die Straße von Bar-le-Duc nach Verdun heißt “Voie Sacrée”. Diesen Namen gab ihr der lothringische Dichter Maurice Barrès, der damit auf eine wichtige Funktion dieser Route verwies.
Bar-le-Duc
Bis ins 18. Jahrhundert hinein war Bar-le-Duc als Hauptstadt des Herzogtums Bar auch Grenzstadt zu Frankreich, was den Bourbonen stets ein Dorn im Auge war. Daher wurde die Stadt mehrfach belagert.
Barrois
Das Barrois ist eine Landschaft im westlichen Lothringen. Bis ins 18. Jahrhundert gehörte das Herzogtum Bar als Teil Lothringens zum Deutschen Reich und fiel dann erst an Frankreich. Der westliche Teil des Herzogtums aber, das “Barrois mouvant” unterstand schon länger dem französischen König. Kein einfaches System, dieses Territorialrecht.
Toul
Toul liegt an der Mosel, die hier in weitem Bogen um Nancy herumfließt, das sich stattdessen mit der deutlich kleineren Meurthe zufriedengeben muß. Heute ist Nancy deutlich größer und als Präfektur das Zentrum der Region. Im Mittelalter aber war Toul wichtiger. Die Stadt war Bischofssitz, was sich vor allem in der Kathedrale äußert, die zu den Hauptwerken der Gotik zählt.
Moseltal bei Toul
Auf dem Programm für dieses Wochenende steht das westliche Lothringen, speziell das Maastal und das Barrois an der Grenze zur Champagne. Los geht’s aber erstmal an der Mosel, im Großraum Nancy. Erster Halt des Tages: Liverdun.
Chambley: GEMAB19
Die folgenden Bilder stammen zwar schon vom Sonntag vor einer Woche, aber da der Reisehase auch das aktuelle Wochenende wieder in Lothringen verbringt, eignet sich dieser Artikel gut als Eröffnung: Es folgen drei Tage im westlichen Lothringen.
Eschwege
Zum Abschluß dieser Kurztour gibt es noch einmal die volle Ladung: Das nordhessische Eschwege bietet eine Altstadt mit fast kompletter Fachwerkbebauung.
An der Kanonenbahn
Zwischen Leinefelde und Treysa ließ die preußische Verwaltung eine Bahnstrecke errichten, die von der Bevölkerung bald den Namen “Kanonenbahn” erhielt, auch weil die Strecke für die Benutzung durch schwere Militärzüge ausgelegt war.
Mühlhausen/Thüringen
Um es gleich vorwegzunehmen: Auch in diesem Beitrag kommt man nicht um’s Fachwerk herum.









