Howth Head

Die Halbinsel Howth Head liegt nordöstlich von Dublin und bildet die Nordseite der Dublin Bay.

Sie ist recht leicht zu erreichen, zum Beispiel per Zug ab Dublin bzw. Malahide. Der Vorortzug, der in Malahide ziemlich genau auf die Minute pünktlich losfährt, ist Teil des regionalen Netzes namens DART, was für Dublin Area Rapid Transit steht. Das Netz ist aber bei genauer Betrachtung gar kein richtiges Netz, sondern eine einzige, 53km lange Strecke mit einem kurzen Abzweig. Die grün-gelben DART-Züge fahren von Malahide im Norden durchs Zentrum von Dublin bis weit in den Süden, nach Greystones. Und das größtenteils direkt an der Küste entlang, was die Fahrt im DART zum Vergnügen macht. Der Reisehase ist ja eigentlich Bahn-Fan. Eigentlich. DB. You know what I mean.

Der einzige schon erwähnte Abzweig von der Hauptstrecke führt auf die Halbinsel Howth Head, wo der gleichnamige Ort der Endhaltepunkt ist. Die Strecke verzweigt in einem Bahnhof namens…

Nicht verzweifeln, so kryptisch, wie es aussieht, ist es gar nicht… 😉Der englische Name ist Howth Junction/Donaghmede. Die oberste Zeile, “An chéad stáisiún eile” heißt “nächster Bahnhof”; wenn man mal eine längere Busfahrt mit dem Linienbus gemacht hat, zum Beispiel von Navan zum Flughafen Dublin (ca. 30 Zwischenhalte), hat man “An chéad stad eile” (= nächster Halt) oft genug vorgesagt bekommen, um es einigermaßen unfallfrei nachzusprechen. 😉Und in der Bahn heißt es dann eben nicht “stad”, sondern “stáisiún” (~ station!). Ihr seht, ich arbeite an meinem Irisch (und das, obwohl ich doch eigentlich fleißig Lettisch lernen wollte).

Howth Junction ist hauptsächlich ein Trennungsbahnhof, der schon mitten im nördlichen Ballungsraum Dublin liegt, in Stadtteilen wie Donaghmede oder Kilbarrack. Wenn man von Malahide kommt und nach Howth will, steigt man hier um und hat, weil die Abfahrtszeiten nur mäßig abgestimmt sind, etwa 20 Minuten Wartezeit. Viel bietet der Bahnhof ja nicht. Aber wenn man genau hinschaut (was der Reisehase tut!)…

…bietet der Bahnhof den Hasen des Tages.

Hier nochmal bildfüllend.

Der Zug, der von Dublin kommt und hier in Richtung Howth abbiegt, ist dann richtig gut gefüllt. Die Halbinsel ist am Wochenende offenbar ein sehr beliebtes Ziel, sowohl für die Dubliner wie auch für die Touristen, die es jetzt im April schon in erstaunlich großer Menge gibt. Vielleicht liegt’s noch an den Osterferien.

Howth, auf irisch Binn Éadair, heißt ein kleiner Fischer- und Urlaubsort auf der Halbinsel, die lang und schmal weit in die Irische See hineinragt.

Es gibt einen Fischereihafen, einen Freizeithafen und Ausflugsschiffe zur unbewohnten Felseninsel Ireland’s Eye direkt vor der Küste.

Unbewohnt zumindest von Menschen; die Felsen und Klippen sind Heimat zahlreicher Seevögel.

Am Ortsrand steht Howth Castle.

In dessen großem Park gibt es nicht nur einen Golfplatz, sondern auch einen Dolmen mit interessantem Namen.

Ich habe den Weg zu Aideen’s Grave aber nicht gefunden; den direkten Weg blockiert der Golfplatz. Vermutlich liegt der Dolmen, der sich auf eine der wichtigeren Persönlichkeiten in der umfangreichen irischen Sagenwelt bezieht, irgendwo da oben auf oder an den Felsen, und vielleicht muß man sich am Golfplatz einfach nur durchfragen. Der aufziehende massive Regenschauer ließ aber einen schnellen Marsch in Richtung Bahnhof sinnvoller erscheinen als das Krabbeln in den Felsen von Howth Hill.

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