Dublin

Ich bin zwar schon wieder zurück aus Irland, aber als kleiner Epilog habe ich noch ein paar Beiträge in der Hinterhand, zum Beispiel vom Abreisetag, an dem der Rückflug nach Luxemburg erst abends um 19:50 Uhr war. Da blieb also noch genügend Zeit für einen Besuch in Dublin. Die Stadt ist im Reisehasen-Blog schon zur Genüge aufgetaucht, daher wird das nun weder eine umfassende Beschreibung noch eine vollständige Darstellung aller Sehenswürdigkeiten, sondern eine kleine Bilderreise durch die Stadt mit wenig Text (als Service für die Lesefaulen), ein paar Impressionen, zum Beispiel vom Trinity-College-Hasen.

Die Liffey ist die zentrale Achse quer durch die Stadt.

Die berühmteste Brücke über den Fluß ist die Ha’penny Bridge, für die früher eine Fußgängermaut zu bezahlen war, eben einen halben Penny. So viel kostete vorher die Fahrt mit der Fähre an gleicher Stelle.

Geht man über die Brücke zum Südufer, landet man direkt in Temple Bar, dem berühmten, allerdings inzwischen auch sehr touristisch gewordenen Kultur-, Ausgeh- und Kneipenviertel.

Hier schaue ich natürlich auch nochmal, ob es Molly Malone gut geht.

Von Mollys Standort vor der St. Andrew’s Church ist es nicht mehr weit bis zum Trinity College, der schon 1592 gegründeten Universität:

Auf der anderen Flußseite, im Dubliner Norden, ist die O’Connell Street die Hauptachse, eine etwa 50 Meter breite repräsentative Prachtstraße. Hier steht das klassizistische Hauptpostamt, das an Ostern 1916 von den Aufständischen besetzt wurde, die hier die Irische Republik ausriefen (und kurz danach, nach der Niederschlagung des Aufstandes, von den Engländern hingerichtet wurden). Den ermordeten Anführern des Aufstandes, Pearse, Connolly, Casement, Plunkett und anderen, sind heute in der Republik zahllose Straßen, Plätze und andere Einrichtungen benannt, unter anderem die Bahnhöfe in den großen Städten: Dublin Connolly Station, Dublin Pearse, Waterford Plunkett, Limerick Colbert usw.

In der Nähe stand die Nelson-Säule, die 1966 anläßlich des 50. Jahrestages des Osteraufstandes vermutlich von der IRA oder ihr nahestehenden Gruppen gründlichst gesprengt wurde. 2003 hat man an gleicher Stelle die 120 Meter hohe Stahlnadel “The Spire” errichtet, die man nur aus größerer Entfernung oder mit viel Weitwinkel vollständig aufs Bild bekommt. Hier der Blick aus der Henry Street.

Am südlichen Ende der Straße, die hier aufs Flußufer trifft, steht das O’Connell-Denkmal mit den Personifikationen von Patriotismus und Treue. Auch auf dieses Denkmal wurde ein Bombenanschlag verübt, 1969 von der unionistischen UVF, aber der gelang zum Glück nicht so gut; das Denkmal konnte schnell repariert werden.

Immer wieder einen Blick wert sind die Dubliner Hauseingänge, vor allem um den Merrion Square herum, aber auch in anderen Stadtvierteln.

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