Stift Rein

Das Stift Rein bei Graz ist das älteste durchgehend aktive Zisterzienserkloster weltweit. 1128 als Tochterkloster von Ebrach in Franken gegründet, war es das 38. Kloster des Zisterzienserordens.

Die heutige Anlage stammt allerdings nicht mehr aus dem 12. Jh., sondern aus der Barockzeit. Beeindruckend ist die Klosterkirche (die allerdings nicht gerade den stengen Baurichtlinien des Ordensgründers Bernhard von Clairvaux und dessen Forderung nach Schlichtheit entspricht).

Ins Murtal

Wechsel der Szenerie: Über den 1274m hohen Triebener Tauernpaß geht es durch die Niederen Tauern nach Süden ins Tal der Mur. Der Ort an der Paßhöhe in den Niederen Tauern heißt kurioserweise Hohentauern.

In der weiten und flachen Ebene der Mur hat sich viel Industrie angesiedelt und ist ein größerer Ballungsraum entstanden. Die Städte dort (Judenburg, Spielberg, Zeltweg, Knittelfeld…) sind meist architektonisch weniger spannend: Zeltweg hat einen Flugplatz, auf dem früher auch Formel-1-Rennen ausgetragen wurden und ein kleines Zentrum mit Pfarrkirche.

Spielberg, wo sich die aktuelle Formel-1-Rennstrecke befindet, die ich aus Gründen aber links liegen lasse, ist nur eine Ansammlung von Weilern mit einer in den 90ern erbauten Marktpassage als “neue Mitte”.

Sehenswert ist Fohnsdorf, wo bis 1978 noch Kohle abgebaut wurde und sich heute ein Bergbaumuseum am 45m hohen Fördergerüst befindet.

Auch in der Literatur hat Fohnsdorf seinen Platz gefunden, nämlich mit dem satirischen Roman “Aus dem Leben Hödlmosers” von Reinhard P. Gruber. Ist als Reiselektüre natürlich im Gepäck. Empfehlung vom Reisehasen (wenn man mit der durchgängigen Kleinschreibung Grubers zurechtkommt).

Ennstal

Na? Noch nicht genug von den Landschaftsphotos? Hier sind noch ein paar aus dem faszinierend schönen Ennstal. ?

   

Heute geht’s weiter in Richtung Süden, von Liezen über Judenburg nach Deutschlandsberg. 

Der Grimming von Irdning aus:

Dachstein von Schladming aus (auch für den Stadionphoto-Blog verwendbar):

Nochmal Dachstein:

In der Ramsau:

Kummerbrücke im Gesäuse:

Landschaft um die Wallfahrtskirche Frauenberg:

Bei Aigen im Ennstal:

Dachstein

Der Dachstein dürfte der höchste Punkt dieser Tour sein. Von der Talstation auf 1700 Meter Höhe fährt die Dachstein-Seilbahn auf 2700 Meter Höhe hinauf. Der Spaß ist nicht gerade günstig: 40 Euro kostet die Fahrt, incl. der Attraktionen oben. Dazu kommen 14 Euro für die Mautstraße zur Talstation (die dann aber zum Glück auf die Seilbahnfahrt angerechnet werden).

Ich gönne mir den Spaß. Oben hat man von der Gipfelstation eine gigantische Aussicht auf das Dachsteinmassiv und die Tauern. Bei minus 6 Grad und starkem Wind braucht man allerdings ein dickes Fell, um diese ausgiebig zu genießen.

Zu den Attraktionen im Bereich der Gipfelstation gehört auch eine Eishöhle mit verschiedenen Skulpturen. Die fand ich nicht überragend, aber teilweise ganz nett gemacht. Unnötig war bloß der Bulle eines Dosengetränkefabrikanten, dem ich gerne ein Loch in den Arsch gebrannt hätte (also, dem blöden Bullen natürlich) (hab aber kein Feuerzeug dabei).

Und es gibt eine Hängebrücke zwischen zwei Felsen und eine “Treppe ins Nichts”. Das ist die Hängebrücke. Da drüber? Der Hase muß bekloppt sein. ?

Er ist es. Beweis:

Die Brücke ging sogar noch, aber diese Treppe mit gläsernem Boden (schneebedeckt und daher extrem glitschig) hat mich dann doch an meine Grenzen gebracht.

Wuah. Da hat meine Höhenangst dann doch gewonnen…

Wieder wohlbehalten unten: Schneehase.

Schladming

Schladming ist Zentrum eines riesigen Skigebietes und Ski-Weltcup-Ort. 

Auf der berühmten Planai finden alpine Weltcuprennen statt, vor allem der Slalom, der seit einigen Jahren unter Flutlicht ausgetragen wird. Dementsprechend kommerziell ist der Ort natürlich ausgeichtet, vor allem im Zielbereich der Rennpiste, der sich im Ortszentrum befindet und “Planet Planai” heißt.

Schladming ist aber auch ein sehr alter und wichtiger Handelsort im oberen Ennstal (Stadtrechte 1322) und hat sich eine Handvoll historischer Bauten wie die schöne Pfarrkirche oder das heutige Rathaus erhalten.

Eisenerz

Eisenerz heißt nicht umsonst so: Die Kleinstadt liegt am Fuß des Erzberges, wo schon im Frühen Mittelalter Erz abgebaut wurde und heute eine mächtige Tagebauanlage entstanden ist. Der terrassenförmige Erzberg beherrscht das Stadtbild.

Der Erzabbau existiert noch, aber die Stadt leidet unter dem Strukturwandel: Die Einwohnerzahl sinkt rapide, das örtliche Krankenhaus wird demnächst geschlossen, die Stadt ist hoch verschuldet. Dabei ist Eisenerz eigentlich ein sehr hübsches Städtchen, das schön gelegen ist und einige Sehenswürdigkeiten aufweist, u.a. die Wehrkirche St. Oswald und den Schichtturm aus dem 16. Jh., der den Bergleuten den Schichtbeginn anzeigte und der Brandüberwachung diente.

Und falls die Bilder dem einen oder anderen bekannt vorkommen: Hier in Eisenerz wurde der Krimi-Vierteiler “Pregau – Mörderisches Tal” gedreht.

Stift Admont

In Admont steht eine große, 1074 durch die Salzburger Erzbischöfe gegründete Benediktinerabtei. Das älteste bestehende Kloster der Steiermark reklamiert die weltgrößte Klosterbibliothek für sich: 70.000 Bände stehen in einem von sieben Kuppeln überwölbten barocken Prunksaal. Da muß ich zuhause nicht nur etwas zukaufen, sondern auch deutlich ausbauen… Dieses sogenannte “achte Weltwunder” kostet stolze elf Euro Eintritt, plus ärgerlicherweise nochmal fünf Euro extra für die Photo-Erlaubnis (was ich mir spare).

Hier im Bild: Die Stiftskirche, von außen und innen. Sie ist ein Neubau der 1860er Jahre, nachdem die Klosteranlage 1865 fast vollständig niedergebrannt war (die Bibliothek blieb verschont).

Burg Strechau und Admont

Wandertag.

 

Eigentlich hatte ich für heute eine Tour im Gesäuse geplant, zur Haindlkarhütte. Der Rückfall in den Winter letzte Woche macht diese Wanderung aber leider momentan unmöglich. Stattdessen gibt’s zwei Touren weiter unten im Ennstal, mit moderaten Höhenmetern und bei wieder perfektem Wetter:

a) Rund um die Burg Strechau. Kein Tracking. Ca. 7 km, ca. 200 hm.

b) Von Admont zum Schloß Röthelstein. Kein Tracking. Ca. 9 km, ca. 250 hm.

Der Kulm

Bischofshofen mit seiner Großschanze war ja schon durchaus beeindruckend. Aber der Kulm ist schlicht unglaublich. Die größte Skiflugschanze der Erde liegt am Kulmkogel, einem Vorberg des Grimming.

Es ist mir unbegreiflich, daß es jemand schafft, auf zwei Brettern stehend über 240 Meter weit einen Hang hinunterzufliegen, der teilweise so steil ist, daß man dort kaum stehen könnte. Den Schanzenrekord hält aktuell Peter Prevc mit 244 Metern. Allergrößter Respekt für _jeden_, der sich da hinuntertraut.

Die Steilheit des Hanges sieht man – ansatzweise – an den Längenmarken im Aufsprunghang, wobei der Bereich um 120 Meter noch recht “flach” ist.

Ich hatte vor allem beim Abstieg arge Probleme. Zum Glück gab’ ein Geländer zum Festklammern, aber dennoch… Kein Gelände für Höhenangsthasen wie mich. 
Blick vom Schanzentisch: Der Aufsprunghang ist von hier aus gar nicht einsehbar.