Wie der Name Ludwigslust schon andeutet, ist die Stadt als Planstadt in der Barockzeit entstanden. Karlsruhe und Ludwigsburg lassen grüßen.

Im Dörfchen Klenow ließen die Herzöge von Mecklenburg-Schwerin zunächst ein kleines Jagdschloß errichten. Nachdem die Herzöge aber beschlossen hatten, ihre Residenz aus Schwerin hierher zu verlegen, ließen sie ab 1765 ein großes Residenzschloß errichten und nebenan eine komplette barock-klassizistische Stadt anlegen. Die Grundlage hatte Herzog Christian Ludwig schon zehn Jahre vorher gelegt: Er benannte Klenow in Ludwigslust um. Das Residenzschloß ist ein spätbarocker, etwas streng wirkender Bau.

Gegenüber bildet die Große Kaskade den Abschluß einer Grünanlage, die sich bis zur klassizistischen Stadtkirche hinzieht.


Ludwigslust, die Stadt, wurde auf planmäßigem Grundriß und mit gerade Straßen angelegt, die alle auf das Schloß ausgerichtet sind. Die Hauptachse ist die 700 Meter lange und 35 Meter breite Schloßstraße, die aber nicht frontal auf das Schloß zuführt, sondern im 90-Grad-Winkel auf den Schloßhof trifft. Rechts von der Laterne sieht man die beiden (symmetrischen) Abschlußbauten der Straße:

Die komplette Straße war ursprünglich symmetrisch angelegt, mit jeweils identischen Häusern auf beiden Seiten.



Durch die Symmetrie und die weiten, aber größtenteils leeren Plätze wirkt das gesamte Ensemble etwas streng. Beeindruckend wäre es bestimmt, das Ganze von oben sehen zu können. Aber einen Wasserturm wie in Lüneburg gibt’s hier in Ludwigslust leider nicht.

Auch die klassizistische Kirche wirkt sehr streng, und außerdem irgendwie so als hätte man die ursprüngliche Frontseite abgerissen und den Säulenportikus davorgerammt.

Der komplette Kirchplatz ist im Carrée von kleinen einstöckigen Häusern umgeben.

Es gibt ein paar zweistöckige Ausreißer, die aber verdächtig nach späteren Umbauten aussehen.
