Hamborn und Marxloh

.. haben nicht gerade den besten Ruf. Vorsichtig formuliert. Dabei hat Hamborn auch eine im 12. Jh. gegründete Prämonstratenserabtei zu bieten.

Während allerdings in Homberg der MSV und Gladbach vertreten sind, dominiert in Marxloh ein anderer Verein: Galatasaray Istanbul. Die Sportfreunde Hamborn tauchen nicht auf. Die spielten früher in der Schwelgern-Kampfbahn in Marxloh.

Hier ist noch klassisches Ruhrpott: Das Thyssen-Werk ist um die Ecke, es riecht tatsächlich nach Eisen und Stahl, die Trinkhalle anne Ecke hat geöffnet, der Gourmet-Tempel Hamborn (gibt’s wirklich) offeriert Pommes, und inne Stadt so: “Hömma, guck dich datt ma an.”

Die ganz berüchtigten Straßen in der No-Go-Area von Marxloh habe ich aber dann doch gemieden. ? Alte Fördergerüste – wie hier in Hamborn – sind eh sehenswerter.

Homberg

Das linksrheinische Homberg war bis 1975 selbständige Stadt und gehört heute zu Duisburg. Hier gründete Haniel die erste linksrheinische Zeche, Rheinpreußen. Direkt gegenüber von Homberg ist die Ruhrmündung: 

Gerade nicht verfügbar ist der von den Wetterheinis versprochene Sonnenschein. Aber immerhin kein Schnee und fast 10 Grad. 

Usingen

… ist ein kleines Residenzstädtchen mit gewisser Bedeutung für die saarländische Geschichte : Von hier stammen die Fürsten von Nassau-Saarbrücken, Landesherren im 17. und 18. Jahrhundert . 

Vom Usinger Stadtteil Eschbach kann mn, immer dem Hasen folgend, zu den Eschbacher Klippen wandern.

Ursula

Die Hessen haben offensichtlich ein gewisses Faible für schräge Ortsnamen, und Oberursel paßt da gut hinein. Benannt nach der Heiligen Ursula, der auch die Pfarrkirche geweiht ist, gäbe es namenstechnisch aber noch Steigerungen, z.B. Oberuschi.

Hübsch ist jedenfalls die kleine Altstadt mit viel Fachwerk und der einen oder anderen Lebensweisheit.

Außerdem kümmert man sich hier um lädierte Hasen. Vorbildlich.

Braunschweig

Das Posting kommt mit etwas Verspätung, weil ich etwas malad durch den letzten  Reisetag gegangen bin. Die aufziehende Erkältung hält mich aber weder von Besichtigungen noch vom Stadionbesuch ab.

BS bietet u.a. die Burg Dankwarderode, die Herzogsresidenz der Welfen. Der Bau, wie er sich heute präsentiert, ist allerdings eine Rekonstruktion aus dem Historismus, garniert mit einer gewissen Prise Phantasie.

Wer Spaß an monumentalen Baustellen hat, kriegt in Braunschweig gerade viel geboten. Während sie in Karlsruhe nur die halbe Innenstadt tieferlegen, ist in BS offenbar das bisherige Straßennetz nicht mehr genehm und wird gerade durch ein neues ersetzt. So fühlt es sich zumindest an, wenn man sich durch die Stadt zum Kloster Riddagshausen durchkämpft. Was sich aber lohnt:

Und abends gibt’s dann noch das Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße, dortselbst ein 1:0 über die Pfälzer, und ich lerne aus den Fangesängen einiges über innerfamiliäre Fortpflanzung in Hannover. 😉 (Anm. für Fußball-Legastheniker: Braunschweig- und Hannover-Anhänger haben sich nicht so besonders lieb).

Porta Westfalica

Hier zwängt sich die Weser zwischen dem Wiehengebirge und dem Wesergebirge hindurch in die norddeutsche Tiefebene. Ab hier wird’s flach bis zur Nordsee. 

Vom 1896 eingeweihten Kaiser-Wilhelm-Denkmal, in exponierter Lage am Ostrand des Wiehengebirges errichtet, hat man eine phantastische Aussicht.

Jedenfalls wenn es der Nebel zuläßt. Und nach anfänglichem Zögern läßt es zu.