Nebelhöhle

Ein paar Kilometer westlich von Schloß Lichtenstein liegt die Nebelhöhle, unter den zahlreichen Tropfsteinhöhlen, die die Schwäbische Alb bietet, eine der bekanntesten.

Das liegt auch wieder an Wilhelm Hauff, dem wir im vorangegangenen Beitrag ja schon begegnet sind. Eine der Hauptpersonen seines Buches “Lichtenstein”, der (historische) Herzog Ulrich von Württemberg, versteckt sich im Roman nämlich in der Nebelhöhle. Die Höhle war, als Hauff seinen Roman schrieb, schon eine Besucherattraktion: Sie war seit (mindestens) dem 15. Jahrhundert bekannt und konnte schon ab 1803 über eigens angelegte Treppen und Wege besichtigt werden. Nach Hauffs Roman nahm der Tourismus dann nochmal deutlich zu.

Heute kann man die Höhle eigenständig erkunden. Zunächst geht’s 140 Stufen abwärts, dann geht man durch das unterirdische Labyrinth, in dem man sich ohne die Wege vermutlich binnen kürzester Zeit hoffnungslos verirren würde.

Als jemand, der von Geologie und Gesteinskunde nahezu überhaupt keine Ahnung hat und gerade mal Stalagmiten und Stalagtiten auseinanderhalten kann, hätte ich mir bloß ein paar Infotafeln oder wenigstens ein Faltblatt mit Beschreibungen gewünscht. So bleibt’s beim Staunen und Bewundern dessen, was man hier sehen kann.

Der Reisehase ist nun mal kein Troglodyt. Aber der Besuch in der Höhle hat sich trotzdem gelohnt.

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