Burg Wolfstein

In Neumarkt in der Oberpfalz war ich Anfang Oktober schon zum Start der Tour in den Bayerischen Wald. Bei damals grauem Himmel und Nieselregen hatte ich mir aber den Aufstieg zur Burg Wolfstein gespart. Heute ist es zwar auch grau, aber wenigstens trocken. Aber grau. Nun ja. So kann man wenigstens ganz bequem Schwarzweißbilder machen, ohne die Bildbearbeitung zu bemühen…

Wolfstein liegt etwas außerhalb von Neumarkt auf einem Bergsporn über dem Talkessel; man hat von hier das gesamte Stadtgebiet im Blick.

Die Burg wurde im 12. Jahrhundert errichtet und im 17. Jahrhundert aufgegeben. Dazwischen war sie Sitz des adeligen Geschlechtes der Wolfsteiner.

Von Wolfstein hat sich, im Gegensatz zu vielen anderen Burgen, deutlich mehr als bloß ein paar Mauereste erhalten.

Neben den Türmen, den Wehrmauern und dem Burggraben steht auch noch die Ruine des Palas, des ritterlichen Wohngebäudes.

Chevalier Lapin de Wolfstein:

Beilngries

Auch heute ist der Himmel wieder bedeckt und grau; nicht gerade perfektes Licht zum Photographieren. Aber ein Tagesprogramm hat der Reisehase natürlich dennoch; das Ziel der heutigen Tour ist Beilngries. Die alte Stadt, die schon im 11. Jahrhundert die Marktrechte erhielt, liegt im Naturpark Altmühltal an der Sulz kurz vor deren Mündung in die Altmühl.

Die fast runde, teils noch von Mauern umgebene Altstadt besteht vor allem aus der Hauptstraße, die tatsächlich so heißt, und den von ihr wie Gräten zu beiden Seiten abzweigenden Nebenstraßen, die bis zu den Stadtmauern führen. Hier an der Hauptstraße und am Schrannenplatz stehen die Hauptsehenswürdigkeiten und einige schöne Häuser, teils auch mit Fachwerk.

Charakteristisch sind die zahlreichen Häuser mit Treppengiebeln, so wie das Haus Neumüller von 1528 in markantem Blau.

Die Stadtpfarrkirche St. Walburga mit ihrer Doppelturmfassade mit Spitzen, die mit farbig glasierten Ziegeln gedeckt sind, stammt hingegen erst aus den Jahren 1911 bis 1913.

Am Rand der Altstadt fließt die kürzlich renaturierte Sulz.

Beilngries liegt außerdem am Main-Donau-Kanal, der hier durch das Altmühltal in Richtung Donau geführt wird.

Am Kanal ist auch ein kleiner Freizeithafen angelegt.

Fünf Kilometer entfernt liegt das Benediktinerkloster Plankstetten, eine große barocke Anlage.

Auch die Klosterkirche stammt aus der Barockzeit.

Wie der Außenbau ist auch das Kircheninnere nicht so barock-verspielt, wie man das sonst häufig von bayerischen Klosterkirchen des 18. Jahrhunderts kennt; der Raum mit den wuchtigen Mittelschiffpfeilern und der flachen Decke wirkt eher streng.

Rothsee

Der Rothsee ist einer der großen Speicherseen, die im Zuge des Baus des Main-Donau-Kanals angelegt wurden (wie der Brombachsee und die  Altmühlseen). 1993 wurde er geflutet.

Er ist vor allem bekannt für den hier Anfang Juli ausgetragenen Triathlon über die Ironman-Distanz, wird im Sommer aber auch von Freizeitsportlern genutzt, vor allem natürlich für Wassersport. Es gibt aber auch ein dichtes Netz von Wander- und Radwegen. Jetzt, Anfang November, hat man den See fast für sich allein und könnte gemütlich eine Runde schwimmen gehen, wenn man kein Problem mit niedrigen Wassertemperaturen hätte. Der Reisehase hat aber und guckt sich den See daher lieber vom Ufer aus an.

Nicht weit entfernt verläuft der 1992 eröffnete Main-Donau-Kanal.

Hier liegt auch eine der zwölf Schleusenanlagen des Kanals, die Schleuse Eckersmühlen. Sie überwindet einen Höhenunterschied von fast 25 Metern und ist damit die größte Schleuse Deutschlands.

Und obwohl der Reisehase heute gar nicht per Rad unterwegs ist, erhält er (auf der Straße vor der Schleuse) Unterstützung durch die Fans.

Ich war’s nicht. Gefällt mir aber. 😉

Roth und Umgebung

Roth liegt im Fränkischen Seenland und ist Kreisstadt des Landkreises Roth südlich von Nürnberg. Zentrum der Stadt ist dee Marktplatz mit dem Rokoko-Brunnen.

In Roth steht auch das Markgrafenschloß Ratibor, ein Bau der Frührenaissance.

Es heißt wie die Stadt in Oberschlesien, weil dem Bauherrn, Markgraf Georg von Brandenburg-Ansbach, auch das dortige Fürstentum Ratibor gehörte. Weshalb den Marktbrunnen auch der brandenburgische Adler ziert. Wundersames Heiliges Römisches Reich…

Das Stadtbild prägt neben dem Schloß vor allem der hohe Turm der gotischen evangelischen Stadtkirche. Er stammt aber von 1885, weil der Vorgänger bei einem Brand zerstört wurde.

Auch um Roth herum gibt es einiges zu sehen. Zum Beispiel die Kleinstadt Abenberg.

Die Burg oberhalb der Stadt stammt zwar ursprünglich schon aus dem Mittelalter, wurde aber im 19. Jahrhundert von ihrem mittelalterbegeisterten Besitzer wieder aufgebaut, inclusive der Türme.

Zu Abenberg gehört auch das kleine Angerdorf Dürrenmungenau mit Schloß und gotischer Dorfkirche. 

In Angerdörfern gruppieren sich die Häuser um eine gemeinschaftlich genutzte Wiese, den Anger. Diese alte germanische Siedlungsform gibt es so unverändert kaum noch; hier aber hat sich der große Dorfanger unbebaut erhalten. 

Etwas westlich davon liegt Windsbach an der Fränkischen Rezat.

In Eckersmühlen bei Roth steht noch ein alter Eisenhammer.

Hilpoltstein schließlich gruppiert sich um eine Burg, die Sitz der Herren von Stein war, Ministeriale unter den Staufern und den Wittelsbachern.

Zum Burgareal gehört auch der spätgotische Traidkasten, ein herrschaftliches Speicherhaus.

Nördlich von Hilpoltstein wurde der große Rothsee angelegt (dazu gleich mehr). Nahe dessen nördlichem Ende liegt das Städtchen Allersberg…

…mit Rathaus, Pfarrkirche, Stadttor und dem Gilardihaus. Letzteres ist mit “Haus” allerdings etwas untertrieben betitelt. 

Das Palais war Sitz der Fabrik Jacob Gilardi, die 1689 gegründet wurde und Messingdraht sowie Erzeugnisse aus Drahtgeflecht herstellte, was man “Leonische Waren” nennt (den Begriff kannte ich nicht). Erst 2006 wurde die Produktion eingestellt. Das Häuschen braucht jedenfalls aktuell recht dringend eine Restaurierung, die auch bereits begonnen worden ist.

Wolframs-Eschenbach

Vor kurzen war ich in Windischeschenbach in der Oberpfalz, das sich mit dem Zusatz Windisch- von den anderen Eschenbachs in der weiteren Umgebung abgrenzt. Das mittelfränkische Eschenbach fand hierfür eine elegante Lösung: Die Stadt benannte sich nach ihrem berühmten Sohn. Das war nicht der von Rainald Grebe besungene Wortkarge Wolfram (“Wolfram ist kein Frauenschwarm / denn sein Gesicht ist ausdrucksarm”), sondern der Minnesänger und Dichter Wolfram von Eschenbach.

Dessen Versepen (Parzival, Titurel, Willehalm) gehören zu den großen Werken der mittelhochdeutschen Literatur, vor allem der “Parzival”, ein Stoff aus dem Umfeld der Artussage, den zuvor bereits Chrétien de Troyes in französischer Sprache bearbeitet hatte. Aber ehe ich jetzt mein gesamtes Hauptseminar zum Parzival (Uni Saarbrücken, beim großartigen Prof. August Stahl) aufarbeite: Auf zum Stadtrundgang.

Da trifft man Wolfram natürlich auch. Sein Denkmal steht im Stadtzentrum. 

Gegenüber: Der Fachwerkbau der Alten Vogtei und das Deutschordensschloß.

Wenige Schritte entfernt: Das Alte Rathaus (heute Wolframs-Museum) und das Liebfrauenmünster.

Auch große Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung stehen noch.

Herrieden

Herrieden gehört zur Gruppe der für diesen Blog besonders relevanten Orten mit Hasen-Bezug (wie etwa – aus unterschiedlichen Gründen – auch München, Haßfurt, Haselünne oder Buxtehude). ??

Warum das im Falle Herrieden so ist, wird deutlich, wenn man sich das Stadtwappen anschaut:

Wie der Hase ins Wappen kommt? Der Ort hieß ursprünglich mal Hasenried, ehe sich der Name (leider… ?) zu Herrenried wandelte, vermutlich wegen der hier seit dem 9. Jahrhundert ansässigen Augustiner-Chorherren.

Wie man übrigens auch sehen kann, sind die Herriedener Störche wohl zu faul, um in den Süden zu fliegen. Dieser Torturm heißt Storchenturm; die wohnen da also schon etwas länger.

Herrieden liegt in einer weiten Ebene am Ufer der Altmühl.

Im Stadtzentrum steht die große Stiftskirche mit Doppelturmfassade und barockem Innenraum.

Geweiht ist sie den Heiligen Vitus und Deocar. Links daneben sieht man die Frauenkirche, die Pfarrkirche des Ortes. Der Größenunterschied zur Stiftskirche zeigt auch die Bedeutung des Chorherrenstiftes.

Das Stadtschloß ist gerade Baustelle:

Hübsch ist auch der Marktplatz mit dem modernen Brunnen. 

Und weil das Wappentier in der Stadt nicht allzu häufig auftaucht, sorgt der Reisehase mal für etwas Präsenz.

Dinkelsbühl

Leider sind die Lichtverhältnisse an diesem Morgen noch nicht so toll, aber daß Dinkelsbühl sehr hübsch ist, sollte trotzdem deutlich werden. 

Die Stadt wirbt sogar damit, daß ihr jemand das Prädikat “Schönste Altstadt Deutschlands” verliehen hat (auch wenn dieser Jemand bloß der “Focus” war, was interessanterweise nur ganz klein druntersteht). Aber jedenfalls kann man damit bestimmt die nicht allzu weit entfernt gelegene Konkurrenz aus Rothenburg ein bißchen ärgern.

Schön ist die Altstadt mit den zumeist in warmen Farbtönen gestrichenen Giebelhäusern auf jeden Fall. 

Die Altstadt ist von einem vollständig erhaltenen Mauerring mit vielen Türmen und Tortürmen umgeben.

In der Stadt geht es zwar auch an diesem Feiertag recht lebhaft zu, aber es herrscht lange nicht so ein Trubel wie im leider etwas überlaufenen Rothenburg.

Auf dem Marktplatz steht das Denkmal für den in Dinkelsbühl geborenen Christoph von Schmid.

Unbekannt? Nicht ganz, auch wenn Erzählungen wie “Wie Heinrich von Eichenfels zur Erkenntniß Gottes kam” vermutlich heute nicht mehr ganz so hoch im Kurs stehen dürften. Mindestens eines seiner Gedichte ist aber bekannt: Ihr Kinderlein kommet…

Un salut de Dinkelsbühl: Lapin Romantique:

Frankenhöhe

Ein verlängertes Wochenende, juhu! Auf dem Programm für die kommenden vier Tage stehen die Frankenhöhe und das Altmühltal, ein bißchen Romantische Straße und ganz allgemein Mittelfranken.

Die Frankenhöhe ist, grob gesagt, das Hügelland zwischen der Hohenloher Ebene im Westen und Nürnberg im Osten. An ihrem westlichen Rand, noch in Baden-Württemberg, liegt Crailsheim, der Startpunkt der Tour. Eigentlich wollte ich schon gestern Abend dorthin fahren, aber da hatte sich auf der A6 mal wieder ein Schwerlaster quergelegt und eine stundenlange Sperrung verursacht. Also: Anfahrt verschieben und am Feiertag früh aufstehen.

Crailsheims Stadtbild ist, trotz teilweise erhaltener Stadtmauer, nicht ganz so romantisch-pittoresk, wie man das in dieser Gegend vielleicht erwartet. Die Stadt wurde nach dem 2. Weltkrieg teils modern wieder aufgebaut. Es gibt aber auch alte Kirchen und Teile der Stadtbefestigungen, die den auf einem Hügel oberhalb der Jagst gelegenen Stadtkern umgaben.

Das hier ist keine Kirche, sondern das Crailsheimer Rathaus mit dem 57m hohen Turm:

Von Crailsheim geht es hinüber nach Bayern. Oder genauer: Nach Franken. Feuchtwangen ist einer der Haltepunkte an der Romantischen Straße.

Die Straße wurde 1950 ins Leben gerufen und war die erste Ferienstraße dieser Art in Deutschland. Von Würzburg bis Füssen verbindet sie 28 Städte mit dem Zweck der Förderung des Fremdenverkehrs, auch wenn das heute nicht mehr überall nötig wäre (Rothenburg ob der Tauber). Hier in Mittelfranken liegen einige Städte an dieser Straße: Dinkelsbühl (dazu gleich mehr), Schillingsfürst, Wörnitz… und eben auch Feuchtwangen.

Im Zentrum: Der Marktplatz mit Brunnen, Fachwerkhäusern und Stiftskirche:

Ein paar Kilometer östlich liegt Aurach. Im nicht allzu großen Zentrum steht die Alte Vogtei, das heutige Rathaus.

Direkt nebenan: Die barocke Pfarrkirche.

Noch ein Stück östlich folgt Herrieden, das aber auch einen eigenen Beitrag erhält.

Abends folgt dann der kulinarische Part, der hier in Franken ja immer erwähnenswert ist. Das Hotel hat nicht nur einen Gasthof anbei, sondern auch eine Metzgerei. Und so kommt heute Bambi auf den Teller, während am Nebentisch kräftig Doppelkopf gedroschen wird.

Und natürlich darf der Nachtisch nicht fehlen. ?

Hombourg-Haut

Hombourg-Haut liegt zwischen Saint-Avold und Freyming-Merlebach im Tal der Rossel.

Was man dem kleinen Fluß hier nicht mehr ansieht: Noch in den 60er und 70er Jahren genoß er den zweifelhaften Ruf, der schmutzigste Fluß Deutschlands zu sein. Die Emscher in bezug auf die Wasserqualität noch zu unterbieten: Das muß man erst einmal schaffen… Der knapp 40 Kilometer lange Fluß nahm die Abwässer fast aller Industrieanlagen auf französischer Seite auf (unter anderem die der Kokerei in Carling). Er mündet bei Völklingen in die Saar und trug also dementsprechend auch nicht dazu bei, aus der Saar ein Badegewässer zu machen. Die Wasserqualität der Rossel ist heute zwar nicht mehr ganz so katastrophal, aber immer noch ziemlich schlecht (hoher Ammoniumgehalt).

Auf einem Felsen oberhalb der Rossel liegt die mittelalterliche Oberstadt von Hombourg, die man durch ein Stadttor betritt und deren Hauptstraße über den Bergrücken zur Stiftskirche Saint-Étienne führt.

Von der auf dem Berg gelegenen Burg, die die Metzer Bischöfe im 12. Jahrhundert errichteten, haben sich nur wenige Reste erhalten. Aber vom Burgplateau hat man eine schöne Aussicht.

Unten im Tal steht das Rathaus, untergebracht im ehemaligen Schloß von Hausen, das Charles de Wendel im Jahr 1760 erbauen ließ. Der Familie Wendel, Besitzer zahlreicher Eisenwerke, sind wir vor kurzem schon in Hayange begegnet, wo ja auch noch ein Schloß steht. Später gehörte das Schloß der Familie Gouvy, ebenfalls Eisenwerksbesitzer (zum Beispiel des Stahlhammers in Saarbrücken-Schafbrücke).

Im lothringischen Industriegebiet

Lothringen ist nicht nur an der Mosel zwischen Metz und Thionville, wo der Reisehase ja schon im September war, ein Industrierevier. Auch direkt an der Grenze, nicht weit von Völklingen und Saarbrücken, ist Lothringen ein industriell geprägtes Land wie das benachbarte Saarland:  Kohlegruben, Stahlwerke, Chemieanlagen, Bergbausiedlungen…

Freyming-Merlebach war mehr als hundert Jahre lang ein wichtiger Bergwerksstandort. Heute sind aber alle französischen Steinkohlegruben stillgelegt; die letzte Grube (La Houve in Creutzwald) wurde 2004 geschlossen. In Freyming-Merlebach steht der erst 1991 erbaute Förderturm des Puits Cuvelette noch; der Schacht führt in eine Tiefe von fast 1,3 Kilometern. Daneben steht der ältere Förderturm des Südschachtes, der inzwischen unter Denkmalschutz steht.

Zeit für ein bißchen Urban Exploration. 🙂 Den Grubengebäuden sieht man nämlich den mittlerweile zwanzigjährigen Leerstand deutlich an.

Im Ortszentrum von Freyming steht die Pfarrkirche, die barock anmutet, aber erst 1911-13 errichtet wurde.

Vor einigen Jahren wurde außerdem die neue Mediathek eingeweiht.

Im Nachbarort Cocheren erinnert eine in der Bergarbeitersiedlung Cité Belle Roche als Denkmal aufgestellte Grubenbahn an die Bergbauvergangenheit.

Daneben: Die kleine Kirche Notre-Dame-des-Houillères mit ihrem ungewöhnlichen Glockenturm.

Wie man schon an den deutschen Ortsnamen (Merlebach, Creutzwald…) merkt, ist die deutsch-französische Grenze hier nirgendwo wirklich weit; die saarländischen Gruben im Warndt, wie z.B. Velsen (2005 geschlossen, heute Besucherbergwerk)…

…liegen ebenso nur einen Steinwurf von der Grenze wie die Bergwerke in Freyming-Merlebach, Petite-Rosselle oder Stiring-Wendel. Besonders deutlich wird das an der Rue Nationale 3 von Forbach nach Saint-Avold. Sie verläuft etwa einen Kilometer lang direkt auf der Grenze: Die Häuser auf der Nordseite (im Bild links) gehören zum saarländischen Naßweiler, die Häuser auf der Südseite zum lothringischen Cocheren.

Neben Bergbau ist in der Region aber noch andere Industrie angesiedelt: Im (ebenfalls) Grenzort Carling unterhält Total eine große petrochemische Anlage und eine (kürzlich stillgelegte) Kokerei, was dem 3.000-Einwohner-Ort eher schlechte Chancen gab, jemals Luftkurort zu werden…

Im Zentrum von Carling steht die Pfarrkirche Saint-Gérard-Majella. Der Ort ist übrigens nicht nach der englischen Biermarke benannt, sondern nach Graf Karl-Ludwig von Nassau-Saarbrücken, der ihn 1720 gründen ließ und hier im Warndt aus Frankreich geflohene Hugenotten ansiedelte. Ähnlich enstanden ist das auf deutscher Seite gelegene Glasmacherdorf Ludweiler (Gründer und Namensgeber war hier Graf Ludwig II.).