Jetzt wird’s erstmal auf dieser Reise zisterziensisch. In Ossegg (Osek) steht ein Männerkloster des Ordens, 1192 von Waldsassen aus gegründet.

Jetzt wird’s erstmal auf dieser Reise zisterziensisch. In Ossegg (Osek) steht ein Männerkloster des Ordens, 1192 von Waldsassen aus gegründet.

Das wichtigste Gebäude in Dux ist das Barockschloß der Grafen von Waldstein, die im 17. Jahrhundert aus Dux eine unabhängige Herrschaft machten.

Vom Berg aus konnte der Reisehase Bilin ja schon sehen. Jetzt folgt noch die Besichtigung aus der Nähe. Bilin hat 17.000 Einwohner, die aber zum größten Teil nicht in der historischen Altstadt leben. Die ist von sehr überschaubarer Größe und besteht eigentlich nur aus dem Hauptplatz und ein paar Straßen drumherum. Bilin gehört ebenso wie Most, Dux und Teplitz zum tschechischen Braunkohlerevier; nördlich der Stadt liegt ein großer Tagebau.

Am fünften Reisetag wird es nun Zeit für die erste nennenswerte Bergwanderung. Bei der Kleinstadt Bilin liegt der Borschen (Bořeň), ein Berg, der mit seinen 539 Metern Höhe zwar nicht sehr hoch ist, aber dennoch sehr markant aus der ihn umgebenden Ebene herausragt.

Die Innenstadt von Brüx, auf Tschechisch Most (was “Brücke” bedeutet), besteht ausschließlich aus Neubauten, zumeist vielstöckige Wohnhäuser und größere Plattenbauten. Ein historische Zentrum existiert nicht. Nicht mehr. Dafür ist ausnahmsweise mal nicht der Zweite Weltkrieg verantwortlich, sondern der Braunkohle-Tagebau. Die Stadt wurde von 1967 bis 1982 schlicht weggebaggert. Falls jemand den Film “Die Brücke von Remagen” gesehen hat: Der wurde hier gedreht, und die Filmleute durften einige der zum Abbruch vorgesehenen Gebäude für die Filmaufnahmen sprengen. Ein paar wenige alte Gebäude haben sich erhalten, weil sie nicht in der Tagebauzone standen. Nur ein einziges Bauwerk aus dem Abrißgebiet hielt man für erhaltenswert: Die Kirche Maria Himmelfahrt.

Jöhstadt liegt nahe dem Hauptkamm des Erzgebirges und also unmittelbar an der Grenze. Es gibt vom Ortszentrum aus einen Fußweg hinüber nach Tschechien. Der nächste Straßenübergang (Bärenstein/Weipert) ist ein paar Kilometer westlich. Das Zentrum des kleinen Ortes ist schnell besichtigt; es besteht fast nur aus der Hauptstraße, die sich am oberen Ende zum Marktplatz weitet.

Der Ort heißt auf Tschechisch Klášterec nad Ohří und liegt ähnlich wie die flußabwärts gelegenen Kaaden und Saaz auf einem Bergrücken.

Kaaden liegt wie Saaz an der Eger. Die Kleinstadt ist nicht unbedingt als besonderes touristisches Ziel bekannt, aber bei einer Stadtansicht wie diese hier…

Das im 11. Jahrhundert entstandene Saaz war schon früh eine wichtige Stadt im böhmischen Königreich, zum Beispiel als Verwaltungssitz. Früh wurden auch bereits deutsche Siedler angeworben, so daß die Stadt, obwohl sie relativ weit im “Landesinneren” Böhmens liegt, lange Zeit überwiegend von Deutschen bewohnt war. Heute ist Saaz natürlich rein tschechisch und eine der hübschesten Städte auf der bisherigen Tour.

Komotau liegt am Fuß des Erzgebirges. Es ist nicht direkt eine hübsche Stadt, insbesondere in den Außenbezirken mit den großen Plattenbausiedlungen. Aber es gibt ein historisches Zentrum um den Marktplatz, der heute tatsächlich einen Markt bietet.
