Am steilen Südufer des Brienzersees liegt das kleine Örtchen Iseltwald. 400 Einwohner, da darf man ruhig mal die Verkleinerungsform auspacken.

Wir waren hier mal im Urlaub; das müßte 1987 gewesen sein, wenn ich richtig gerechnet habe. Lange her also. An Details aus Iseltwald kann ich mich kaum noch erinnern. Ich weiß aber noch, daß der Ort sehr schön am See lag und sehr ruhig war, weil die Zufahrtsstraße hier endete. Und das ist alles auch heute noch so.

Der Dorfkern selbst ist quasi autofrei; alle Besucher werden direkt zu einem (natürlich kostenpflichtigen) Parkplatz am Ortseingang geleitet. Möglich ist auch die Anreise per Schiff, denn die Linienschiffe, die auf dem Brienzersee verkehren, halten auch in Iseltwald.

Aber natürlich nicht an diesem Steg; die richtige Anlegestelle ist nebenan. Der Steg taucht aber, wie ich im Nachgang erfahren habe, in einer südkoreanischen Fernsehserie (“Crash Landing on you”) auf, von der ich noch nie gehört habe, weil ich keine Serien schaue, schon gar keine südkoreanischen. Aber das erklärt einiges. Ich hatte mich nämlich schon gewundert, warum hier so viele Asiatinnen Selfies machen und warum dieser schlichte Steg mit einem Drehkreuz ausgestattet ist und stolze fünf Franken Eintritt kostet. Die zahlt man dafür, daß man die zehn Meter Steg begehen darf, den man vom Ufer aus auch sehen kann. Vermutlich sind einige der Selfie-Mädels sogar eigens dafür angereiste Fans. Moi, je ne comprends pas.
Sehenswert ist unstreitig das Schloß Seeburg an der Spitze einer Halbinsel im See, ein neobarockes Schlößchen, das sich ein Berner Unternehmer um die Jahrhundertwende errichten ließ. Es ist heute ein Kongreßzentrum und in der Regel nicht zugänglich, auch nicht für südkoreanische Serienfans.

Wir hatten damals, als man von südkoreanischen Serien noch nichts wußte (und ehrlich gesagt weiß ich heute davon immer noch nichts), eine Ferienwohnung direkt am See, mit Seegrundstück. Ich habe versucht, in den allerdings doch sehr dünnen Erinnerungen zu kramen und das Haus wiederzufinden, bin mir aber nicht sicher. Es dürfte aber diese Straße gewesen sein.

Zumindest kann ich mich an diese Aussicht auf das Schloß und eine kleine Insel im See (die hier gerade von dem Baum verdeckt wird) erinnern.

Vielleicht war’s ja das Haus hier.

Das interessiert im Detail aber ohnehin bloß den Reisehasen (plus Familie). Ich mache als Reisenachbereitung aber noch ein wenig Recherche. Jedenfalls war’s schön, Iseltwald mal wieder gesehen zu haben, und der Hase war ja eh zum ersten Mal hier.
