Veringenstadt ist ein kleineres Städtchen im Tal der Lauchert, einem Donau-Nebenfluß.

Was die Ortsnamen angeht, herrscht hier in der Gegend eine ziemliche Monokultur: Die meisten enden auf -ingen (Tuttlingen, Trossingen, Sigmaringen, Ehingen, Gundelfingen, Riedlingen etc.). Veringenstadt gehört bei genauerer Betrachtung auch dazu, als Veringen, denn es gibt in der Nähe auch noch ein Veringendorf. Die Endung -ingen steht für “Sippe des…”, ist also meist mit einem Personennamen verbunden. Bei Sigmaringen oder Gundelfingen ist das unschwer zu erkennen. In Veringen(stadt/dorf) war der Namensgeber ein gewisser Faro.

Die Sippe des Faro bewohnt einen heute etwa 1.500 Einwohner großen Ort, der im Tal der Lauchert unterhalb der Pfarrkirche St. Nikolaus liegt. Es gibt auch ein paar Fachwerkhäuser…

…und Glasmosaike mit dem Wappen der Grafen von Veringen, drei Hirschstangen.

Die Lauchert fließt durch ein alb-typisches Tal, eine Karstlandschaft mit Kalkfelsen und zahlreichen Höhlen, von denen einige schon in der Frühzeit bewohnt waren, zum Beispiel die Göpfelsteinhöhle, in der man Spuren des Neandertalers fand. Deshalb sitzt der Urmensch auch in Veringenstadt an der Lauchert-Brücke.

In der Mühlberghöhle ist eine kleine Ausstellung untergebracht. Der Bär ist zum Glück nicht echt.

An deutlich spätere, aber ebenfalls düstere Zeiten erinnert dieses Denkmal: Anna Kramer wurde 1680 in Veringenstadt hingerichtet – als angebliche Hexe.

Manchmal lohnt sich auch in kleineren Orten ein Blick zum örtlichen Fußballplatz. Der heißt hier schlicht “Sportanlage Veringenstadt” und ist Heimat des FV Veringenstadt, der in der Kreisliga B Oberschwaben 2 spielt. So weit, so unspektakulär. Aber dann ist da diese grandiose “Tribüne”.

Nur ein paar Kilometer östlich liegt Inneringen, bei der Sippe des Ino, wo der Reisehase für vier Tage sein Quartier bezogen hat, im Gasthof Adler direkt neben der Pfarrkirche des Ortes und neben dem Maibaum, der hier wie eigentlich überall in der Gegend ziemlich stattlich geraten ist.

Vom Ortszentrum ist es nicht weit bis in die Felder um das Dorf. Beim Abendspaziergang nach dem hervorragenden Abendessen (es sind Bärlauch-Wochen!) kann man dann das schöne Licht der Dämmerung genießen:
