Tirano

Tirano: Nicht zu verwechseln mit Tirana! Das liegt etwas weiter südlich und wäre für eine Tagesetappe mit Startort Maloja doch etwas weit. Tirano liegt im Veltlin an der Stelle, an der das Puschlav vom Tal der Adda abzweigt, und ist somit der südliche Endpunkt des Berninapasses. Kommt man aus dem Puschlav, trifft man kurz nach dem Ortseingangsschild auf die große Wallfahrtskirche Madonna di Tirano, die errichtet wurde, nachdem ein Feigenpflücker im Jahr 1504 eine Marienerscheinung hatte.

Die große Basilika steht etwas außerhalb; die Altstadt ist etwa fünfzehn Gehminuten entfernt und liegt am Ufer der Adda, einem Gebirgsfluß, der bei Livigno entspringt und in Tirano in ein gemauertes Flußbett gezwängt ist.

Hier steht die Kollegiatskirche St. Martin.

Hauptattraktion ist aber auch in Tirano, wieder einmal, die Rhätische Bahn: Der Bernina-Expreß, der von St. Moritz bzw. Thusis kommt, hat hier seine Endstation. Und auf den letzten Metern wird es nochmals richtig interessant, denn der Zug fährt direkt neben der Wallfahrtskirche mitten durch den Ort und mitten über die wichtigste Kreuzung.

Wenn der Zug sich nähert, bimmeln und blinken an allen drei Straßen die Warnanlagen. Schranken gibt es keine, aber die Autofahrer sind gut beraten, trotzdem anzuhalten. Im Zweifel ist der Zug nämlich deutlich stärker. Sogar gegen eine schnöde Straßenbahn hat ein Auto keine Chance, wie ein Freund aus der Wandergruppe letztens erfahren mußte. (Immerhin: Allen geht’s gut! (zum Glück!))

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