Mulhouse – Cité du Train (2)

Im Museum kann man locker einen ganzen Tag verbringen, so viel gibt es zu sehen. Ich picke mir jetzt noch ein paar einzelne Exponate heraus.

In Mulhouse steht zum Beispiel die älteste erhaltene Dampflokomotive Europas: Die Saint-Pierre von 1844, in Rouen produziert. Dahinter steht die nur unwesentlich jüngere “Aigle” von 1846.

Auch Bugatti ist hier vertreten: Mit einem “Présidentiel”, einem Triebwagen, in den der Autohersteller gleich vier Achtzylinder-Motoren aus dem Bugatti Royale einbaute. Pro Stück 12.800 ccm Hubraum. Damit gewinnste jedes Spiel beim Autoquartett. Den lustig dreinblickenden Triebwagen brachten die Automotoren schon 1934 auf eine Geschwindigkeit von 172 km/h.

Die CC 65001, eine dieselelektrische Lok von 1956, finde ich besonders hübsch. Vielleicht liegt’s an dem schönen Blauton.

Dann folgt eine Rekord-Lokomotive: Die CC 7107 schaffte 1953 einen Geschwindigkeits-Weltrekord: 331 km/h.

Auch der “Capitole” war ein Rekordzug: Er erreichte (auf der Strecke Paris-Toulouse) als erster Reisezug eine fahrplanmäßige Geschwindigkeit von 200 km/h.

Die Gasturbinen-Triebzüge der Baureihe RTG fuhren ab 1973 und waren die ersten Hochgeschwindigkeitszüge der SNCF, die sich dann aber auf den parallel entwickelten TGV konzentrierte.

Und noch ein Rekord: Dieser TGV-Triebwagen erreichte 1990 mit 515 km/h einen Geschwindigkeits-Weltrekord. Er steht im Freigelände des Museums, zusammen mit ein paar wenigen weiteren Lokomotiven.

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