Norddeich

Norddeich liegt im Nordwesten von Norden (man kann auch sagen: Von Norddeich auch ist Norden im Südosten) und ist ein noch recht junger Stadtteil sowie ein Nordseebad. Hier fahren unter anderem die Fähren nach Juist und Norderney ab.

Früher, als ich noch Fernzug fahren konnte (also vor der Maskenpflicht), war “Norddeich Mole” hin und wieder als Zielbahnhof eines Intercity auf den Ankündigungstafeln in Mannheim oder Frankfurt zu lesen. Norddeich ist heute der einzige Ort an der ostfriesischen Küste, der an das Schienennetz angebunden ist. Lokalbahnen fuhren früher zum Beispiel auch zu anderen Küstenorten, zum Beispiel nach Carolinensiel, aber diese Strecken sind schon längst stillgelegt.

Norddeich entstand erst im 19. Jahrhundert, in der Nähe der Stelle, an der das Fischerdorf Itzendorf bei einer Sturmflut untergegangen war. Man verlegte die Deichlinie daraufhin etwas weiter südlich. Heute ducken sich die Häuser von Norddeich hinter den sehr breiten und recht hohen Deich, der also zumindest vor normalen Fluten ausreichenden Schutz bieten sollte. Und eine Grote Mandrenke gibt’s ja zum Glück nicht so häufig.

Die Inseln Juist und Norderney kann man von hier aus am Horizont sehen. Nicht sehr detailreich zwar, aber auf jeden Fall ist Land in Sicht.

Über den Weg entlang der Deichkrone kommt man zur Blauen Brücke, einer Aussichtsplattform, von der aus man den langen Sandstrand überblicken kann.

Die Gelegenheit nutzen nicht nur die Touristen, sondern auch die Einheimischen.

Zwischendurch bin ich mir gar nicht so sicher, ob ich hier überhaupt bleiben darf. Ich bin nämlich nahezu der Einzige, der hier ohne Hund herumläuft und komme irgendwann ins Grübeln, ob es vielleicht eine Hundemitnahmepflicht für Norddeich gibt. Aber statt Hund habe ich ja den Reisehasen dabei. Der Punkt geht also klar an mich.

Das Bild ist aber nicht am Sandstrand aufgenommen, sondern ein Stück weiter, wo das Wattenmeer bis zum Deich reicht.

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