Esch-Belval

Belval war einer der größten eisenverarbeitenden Standorte der Region; das Hüttenwerk wurde 1911 errichtet, und zwar von der Gelsenkirchener Bergwerks-AG. Die Ruhrgebiets-Unternehmen investierten damals viel in Luxemburg; Stinnes war zum Beispiel am Hüttenwerk in Differdange beteiligt.

Die Eisenhütte wurde 1997 geschlossen. In Belval gibt es heute nur noch ein Walzwerk. Zwei der Hochöfen sind aber zumindest erhalten und können heute besichtigt werden, inklusive Aussichtsplattformen in beachtlicher Höhe. Jetzt im Februar sind sie aber leider noch geschlossen.

Um die denkmalgeschützten Hochöfen herum ist in den letzten Jahren ein komplett neues Stadtviertel entstanden, mit Bürohochhäusern, Wohnquartieren, der Cité des Sciences, einer großen Veranstaltungshalle (Rockhal) und viel moderner Architektur.

Es ist nicht zu übersehen, daß man in Belval viel Geld in die Hand genommen hat. Als Saarländer wird man da schon ein bißchen neidisch, mit den Bildern im Hinterkopf, wie es aktuell zum Beispiel in Luisenthal oder Camphausen aussieht. Oder in Neunkirchen, wo ein Jugendstil-Juwel wie die Gasmaschinenhalle in Heinitz vor sich hin gammelt…

Architektonisches Highlight dürfte der Bahnhof Esch-Belval sein, 2010 eröffnet.

Hier und überhaupt auf dem Belval-Gelände lassen sich viele hübsche Blickwinkel finden.

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