Ziesar und Lehnin

Und nochmal zwei Zisterzienserklöster. Dieses Mal sogar in besserem Erhaltungszustand, wie hier die Klosterkirche von Lehnin.

Lehnin war eine Tochtergründung von Sittichenbach und als Hauskloster der Askanier und später der Hohenzollern für die Geschichte der Mark Brandenburg von herausragender Bedeutung. Dementsprechend großen Raum nimmt es in Fontanes “Wanderungen” ein, auch wenn der Dichter die Anlage nur als Ruine sah. Erst ab 1871 wurde die Kirche wieder aufgebaut.

Man kann die Bedeutung der Anlage auch an den Wirtschaftsgebäuden ablesen, zum Beispiel am Kornspeicher bzw. an dessen erhaltenem Teil. Ursprünglich war das Gebäude, das die Getreidevorräte des Klosters aufnahm, dreimal so groß.

Am Rand des Fiener Bruchs liegt Ziesar, mit einem recht spät (nämlich erst 1330) gegründeten Frauenklosters der Zisterzienser. Den Bau einer eigenen Kirche sparten sich die Nonnen und nutzten die Pfarrkirche St. Crucis; daher die ungewöhnliche Bauweise mit dem massiven Westturm.

Ziesar besitzt auch eine Burg: Die Residenz der Fürstbischöfe von Brandenburg, die ihr Hochstift von hier aus und vom Dom in Brandenburg regierten.

Auf den 35m hohen Bergfried kann man hinaufsteigen. 142 Stufen für einen Euro. Die Sicht reicht über den kompletten Ort und weit hinaus in die flache märkische Landschaft.

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