Cottbus

Über Guben und Forst habe ich mich also die Neiße aufwärts in die Lausitz vorgearbeitet. Als deren Hauptstadt gilt heute Cottbus, das schon im Mittelalter eines der Zentren der Region war und an einem Spree-Übergang entstand.

Cottbus hat mich ehrlich gesagt überrascht. Nicht daß ich eine komplett unansehnliche Stadt erwartet hätte, aber so hübsch hatte ich es mir auch nicht vorgestellt.

Es gibt ganz viele schöne Plätze, es gibt Cafés und Restaurants mit Außengastronomie und dementsprechend eine angenehm lebendige Atmosphäre. Und es gibt viele sehenswerte Gebäude: Zum Beispiel die Oberkirche St. Nikolai:

Auch der Marktplatz mit Brunnen, Cafés und schönen Bürgerhäusern rundum hat mir gut gefallen. Hier stand bis zu seiner Zerstörung im Krieg das Rathaus.

Die Nachkriegsmoderne ist aber natürlich auch vertreten, zum Beispiel im Ring um die Innenstadt, wie hier die Stadthalle.

Die Straßen und Gebäude sind hier, wie überhaupt fast überall in der Lausitz, konsequent zweisprachig beschriftet: Deutsch und sorbisch.

Um die Innenstadt zieht sich ein Gürtel von Parkanlagen, der schließlich in den Branitzer Park übergeht. Dazu aber gleich mehr, der ist nämlich einen eigenen Beitrag wert. Vorher noch einen Blick aufs Stadion der Freundschaft. Das liegt auch in diesem Grüngürtel, am Rand des Eliasparks.

Ich muß aber gestehen (und hoffe, der Cottbuser Zeitspiel-Kollege liest das jetzt nicht 😉), daß ich Energie nie so richtig gut leiden konnte. Ohne das richtig begründen zu können (oder zu wollen). Man muß ja auch grundlose Abneigungen pflegen dürfen.

Unabhängig davon ist Energie natürlich einer der erfolgreichten Ost-Vereine der Nachwendezeit. Als einer von wenigen Ex-Bundesligisten fehlt mir Energie noch auf meiner Besuchsliste. Einen Spielbesuch würde ich daher schon gerne mal machen; ich hoffe, das klappt demnächst wieder.

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