Durch Nordsachsen

Von Altenburg führt die Tourenstrecke heute nach Norden bis zur Elbe. Ich fahre ja nun nicht ganz unvorbereitet in der Gegend rum, aber trotzdem finde ich es schon bemerkenswert, wieviel Sehenswertes man hier finden kann. Belgern zum Beispiel, das seine Stadtrechte mit einem großen Rathaus und ebenfalls großer Rolandsstatue (am Rathaus links) präsentiert.

Grimma, Wurzen und Torgau kriegen ihre eigenen Beiträge. Aber da lag ja noch mehr am Streckenrand. In Wermsdorf zum Beispiel steht Schloß Hubertusburg. Wer nun irgendein kleines Landschlößchen erwartet, wird staunen. Denn Bauherren waren nicht irgendwelche Landadeligen, sondern die sächsischen Kurfürsten. Die besaßen in Wermsdorf schon ein Jagdschloß, noch aus Renaissancezeiten:

Das war aber im 18. Jahrhundert veraltet. Da mußte was Neues her. Größer, moderner, standesgemäßer. Etwa so.

Bäm. Das steht hier einfach so in der Gegend rum und wird nicht mal übermäßig intensiv ausgeschildert. Hier wurde 1763 der Friedensvertrag nach dem Siebenjährigen Krieg verhandelt. Und nach der Wende hat man hier das Bernsteinzimmer vermutet. Aber wenn es hier liegt, dann sehr gut versteckt.

Ich arbeite hier natürlich auch weiter an der Vervollständigung meiner Zisterzienser-Liste. Heute sind wieder vier neue Klöster dazugekommen. Eines davon ist Nimbschen. Hier bestand seit dem 13. Jahrhundert ein Frauenkloster des Ordens. Die berühmteste Bewohnerin war Katharina von Bora, die eine Karriere einschlug, die Bernhard von Clairvaux in seinen Ordensregeln so nicht vorgesehen hatte: Sie heiratete. Und zwar Martin Luther.

Auch Belgern hatte ein Nonnenkloster des Ordens. Der Ort liegt am Elbufer. Eine Brücke gibt es hier nicht, aber eine Fähre.

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