Agde

Agde ist eine der ältesten Städte Frankreichs. Schon die Griechen gründeten hier nahe der Küste eine Stadt und nannten sie Ἀγαθὴ Τύχη, was wir humanistisch Gebildeten mit Altgriechisch-LK natürlich problemlos als „gutes Schicksal“ („agathe tyche“) übersetzen können.

Aus griechischer Zeit hat sich aber kaum Sichtbares erhalten, nur die Fundamente der ursprünglichen Stadtmauer aus dem 5. Jahrhundert vor Christus.

Seit dem 5. Jahrhundert (aber nach Christus natürlich) war Agde Bischofssitz. Die Kathedrale ist ein von außen sehr massiv wirkender Bau, der eher an eine Burg erinnert. Das Innere ist sehr dunkel und hat dem an die Zisterzienserkirchen gewöhnten Reisehasen ehrlich gesagt nicht gefallen.

Interessant ist aber die Rundschleuse, die am Stadtrand liegt und dem Canal de Midi zwei verschiedene Verbindungen zum Hérault anbietet.

Der Fluß mündet bei Agde ins Mittelmeer.

Der Kanal verläuft hier parallel zur Küste und nördlich an Agde vorbei, wo er den Hérault kreuzt. Der in der Rundschleuse beginnende Ast stellt eine direkte Verbindung zum Mittelmeer her.

Der Canal du Midi bei Agde:

Zu Agde gehört auch der Badeort Cap d’Agde. Dort befindet sich auch das Village Naturiste, die größte FKK-Ferienanlage Europas. Nix für den Reisehasen, der dort nicht war, daher auch keine Bilder liefern kann und für weitere Infos auf Michel Houellebecqs Roman „Elementarteilchen“ verweist. Wer das gelesen hat, will da allerdings nicht mehr hin. 😉

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