Béziers

Die schönste Sicht auf Béziers hat man definitiv von der Pont Neuf.

Natürlich ist auch die Sicht auf die Stadt, die als Biterrae eine römische Kolonie an der Via Domitia war, von der Pont Vieux sehr gut, aber da fehlt dann halt die Pont Vieux selbst als Vordergrund.

Vom anderen Flußufer des Orb jedenfalls, wo zwischen den beiden Brücken ein kleiner Park angelegt ist (und man, nebenbei bemerkt, in unmittelbarer Nähe auf einem großen Parkplatz kostenlos parken kann), hat man am frühen Nachmittag die Sonne im Rücken, und das herrliche Ensemble aus Pont Vieux, Kathedrale und Erzbischöflichem Palais strahlt ganz prächtig.

Ein ziemlich sicherer Kandidat für den nächsten Jahreskalender. 😉Hier der Blick von oben: Das ehemalige Gerberviertel und die beiden Brücken.

Sehenswert ist auch das Theater, das den westlichen Abschluß der Allées Paul Riquet bildet, einer zweiteiligen breiten Prachtstraße mit in vier Reihen gepflanzten Bäumen.

In der Mitte der Allée, die hier einen großen ebenfalls baumbestandenen Platz bildet, der nach Jean Jaurès benannt ist. Hier steht auch das Denkmal für Pierre-Paul Riquet, den Erbauer des Canal du Midi. Der wird hier in der Region überall nahezu verehrt, ganz besonders natürlich in seiner Geburtsstadt Béziers: Weil der 1681 eröffnete Canal du Midi als schiffbare Verbindung zwischen Atlantik und Mittelmeer der gesamten Region einen gewaltigen Aufschwung gebracht hatte und noch heute einer der touristischen Faktoren im Südwesten Frankreichs ist. Der Kanal wird gleich noch auftauchen (und an den weiteren Reisetagen noch mehrfach).

Von der Terrasse an der Kathedrale sieht man nicht den Canal du Midi, sondern den Orb, der südlich von Béziers ins Mittelmeer mündet. Die Stadt hält einen gewissen Abstand zur Küste; bis zum Strand bei Valras-Plage sind es Luftlinie noch etwa zwölf Kilometer, und ich kenne Leute, die es vermutlich überhaupt nicht verstehen, daß ich das kurze Stück nicht noch gefahren bin, um ins Meer zu hüpfen. Aber das Besuchsprogramm des Tages war auch so schon voll. Der Blick geht daher auch in die andere Richtung: Im Hintergrund sieht man die Berge des Haut-Languedoc.

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