Vor den Toren von Nevers, aber schon im Gebiet des Départements Cher (also in der Region Centre) steht die Ruine eines Zisterzienserklosters: Fontmorigny entstand als Benediktinerkloster, trat aber 1149 zum Zisterzienserorden über.

Vor den Toren von Nevers, aber schon im Gebiet des Départements Cher (also in der Region Centre) steht die Ruine eines Zisterzienserklosters: Fontmorigny entstand als Benediktinerkloster, trat aber 1149 zum Zisterzienserorden über.

Dieser Abschnitt der Tour führt nicht durchs Burgund, sondern durch das Département Cher, das zur Region Centre gehört. Das Burgund bleibt allerdings in Sichtweite, denn der Allier bildet hier auf seinem Unterlauf die Grenze. Hier zum Beispiel.

Nevers ist die Hauptstadt des Départemens Nièvre, das im wesentlichen der ehemaligen Grafschaft Nivernais entspricht. Zum Département komme ich aber später noch. Jetzt erstmal die Stadt.

Decize liegt an einem Loire-Übergang im Département Nièvre (58). Es gibt in der Gegend nicht so viele Loire-Brücken; flußaufwärts sind es 20km bis zur nächsten Brücke, flußabwärts sogar 25km. Daher ist das etwa 7.500 Einwohner zählende Digoin sowohl Verkehrsknoten als auch Nadelöhr.

Das hier ist die Schau-Ansicht von Bourbon-Lancy, einer Kleinstadt im Westen des Départements Saône-et-Loire: Die Rue de l’Horloge mit ihren alten Häusern (Fachwerk und Stein).

Digoin liegt im Süden des Burgund, dessen Grenze hier auf weiten Strecken von der Loire gebildet wird. Auf der anderen Flußseite ist bereits das Département Allier, und das gehört schon zur Auvergne.

Westlich von Le Creusot wird das Morvan schnell wieder ländlich. Schon wenige Kilometer nach dem Stadtzentrum hat man das Industrierevier hinter sich gelassen und fährt über schmale und kurvige Straßen durch Wälder und vorbei an Wiesen, auf denen die Charollais-Rinder grasen. Ein sehr idyllischer Platz ist der Signal d’Uchon, ein 681 Meter hoher Berg, der wegen seiner herausragenden Aussicht und der Felsformationen auch als “Perle des Morvan” bezeichnet wird.

Noch vor dem soeben vorgestellten Montceau-les-Mines ist Le Creusot die größte Stadt im burgundischen Industrierevier. Man darf sich das allerdings nicht wie das Ruhrgebiet vorstellen: Le Creusot hat gerade einmal 20.000 Einwohner, Tendenz fallend, die sich aber auf eine recht große Fläche verteilen, so daß man lange durch die Vororte (die meist eigenständige Gemeinden sind und daher bei den 20.000 nicht mitzählen) und Wohnsiedlungen fährt, bis man im Zentrum angekommen ist.

Das Industrierevier im zentralen Morvan hat zwei größere städtische Zentren: Le Creusot im Norden und Montceau-les-Mines im Süden. Montceau ist etwas kleiner (ca. 16.000 Einwohner), liegt am Canal du Centre und hat hier als besondere Attraktion eine stählerne Klappbrücke.

Das Burgund im allgemeinen und die Bergregion des Morvan im speziellen ist ja eine recht dünn besiedelte und sehr ländliche Gegend. Was man hier nicht unbedingt erwartet, ist ein größerer industriell geprägter Ballungsraum. Aber: Um Montceau-les-Mines und Le Creusot gibt es Steinkohle-Vorkommen, und so siedelten sich hier Gruben, Stahlwerke und Industriebetriebe an.
