Sils im Engadin

In Sils im Domleschg war ich ja erst vor wenigen Tagen, nun folgt der Namensvetter aus dem Engadin. Sils liegt am östlichen Ende des Silsersees, dem ersten der drei Engadiner Seen (die beiden anderen sind der Silvaplanersee und der St.-Moritzersee).

Sils besteht aus zwei Teilorten: Sils Baselgia und Sils Maria. Der rätoromanische Name von Sils, Segl, dürfte vor allem den Schwaben gefallen: Seggl ist im Schwäbischen nämlich ein Schimpfwort.

Beide Teilorte sind klein; die ganze Gemeinde hat nicht einmal 700 Einwohner. Sils Baselgia gruppiert sich um eine alte Kirche, auf die sich, wie man leicht erkennen kann, der Name Sils Baseglia bezieht. Sils Maria (hier war keine Maria die Namensgeberin, sondern eine Meierei, also ein Gutshof) ist etwas größer und besitzt zum Beispiel das Rathaus der Gemeinde, die Chesa Cumünela.

Unübersehbar thront über dem Ort das Hotel Waldhaus.

Die Hauptattraktion des Ortes ist aber, wie ich finde, dieses Haus:

Hier wohnte von 1883 bis 1888 Friedrich Nietzsche und schrieb einige seiner Hauptwerke (Ecce homo, Jenseits von Gut und Böse, Der Fall Wagner). Das Haus, in dem er übrigens eine ungeheizte Ein-Zimmer-Wohnung bezogen hatte (im Sommer ging das), ist heute Nietzsche-Museum.

2 Kommentare zu „Sils im Engadin

    1. Bisher nicht, aber angesichts der Ähnlichkeit wäre das vielleicht eine Überlegung wert (auch für die ZEIT)… 😉

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