Gera

Erster Halt: Gera

Gera hat etwas zu Unrecht den Ruf einer wenig ansehnlichen Industriestadt. Es gab hier zum Beispiel den Uranerzbergbau, außerdem sorgten die Amerikaner (1945) und die deutschen Städteplaner (seit 1945) für schwere Zerstörungen. Aber dennoch gibt es sehr sehenswerte Baudenkmäler wie die Orangerie (oben), ein Schlößchen der Grafen von Reuß-Gera, die hier über ein mikroskopisch kleines, aber bis 1920 unabhängiges Territorium herrschten (Fürstentum Reuß jüngere Linie).

Nicht ganz so schön, zugegeben: Direkt am Stadtzentrum liegt eine große Brachfläche, wie man sie so in Zentrumsnähe nicht oft findet.

Hier stehen unter anderem das Stadtmuseum (im Bild rechts) und das Haus der Kultur (links), letzteres unverkennbar aus DDR-Zeiten. Dazwischen liegt das Elster-Forum, ein Einkaufszentrum und eine Art Bausünde der Nachwendezeit. Es steht derzeit leer, wird gerade umgebaut und soll demnächst als Otto-Dix-Passage auferstehen.

Das historische Zentrum Geras ist recht klein, aber sehr hübsch. Mit Renaissance-Rathaus am Marktplatz…

…und Straßen wie der Großen Kirchstraße.

Sehr schön ist auf jeden Fall auch das riesige Gelände des Hofwiesenparks, eine sehr große Parkanlage, die für die Buga 2007 gestaltet wurde.

Die beiden Figuren sind aus dem Garten der Partnerstädte, einem Teilbereich des Geländes, und stammen aus Pilsen. Der lesende Bär rechts im Hintergrund kommt aus Kuopio (Finnland). Der Park liegt direkt am Fluß (der wie heißt? Na? Genau: Weiße Elster), was bei Hochwasser problematisch wird. Im Park liegt auch das von Wismut Gera genutzte Stadion der Freundschaft, das schon mehrfach komplett abgesoffen ist.

Am Elsterufer liegt der Stadtteil Unternhaus mit der Marienkirche. In diesem idyllisch gelegenen Ort wurde Otto Dix geboren, dessen Gemälde allerdings eher selten unter die Rubrik “idyllisch” fallen.

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