Schiefe Ebene

Jetzt bekommen die Eisenbahnfans unter den Hasenblog-Lesern auch mal was für ihr Geld.

Das Königreich Bayern war das Eisenbahn-Pionierland in Deutschland. 1835 fuhr bekanntlich die erste Eisenbahn auf der Strecke Nürnberg-Fürth. Auch der erste Bahnhof im Saarland, Bexbach, war Endhaltepunkt einer bayerischen Strecke, der Ludwigsbahn von Ludwigshafen. Und von 1844 bis 1848 baute man im Königreich als Abschnitt der Ludwigs-Süd-Nord-Bahn die erste echte Gebirgsstrecke Europas: Die Schiefe Ebene. Es war eine ingenieurtechnische Meisterleistung in schwierigem, weil gebirgigem Gelände und mit 25 Promille Steigung.

In Neuenmarkt entstand ein für einen Ort dieser Größe komplett überdimensionierter Bahnhof mit mehr als zehn Gleisen. Das lag daran, daß man anfangs noch zusätzliche Lokomotiven vorspannen mußte, um die Steigung bewältigen zu können. Und die Loks stellte man in Neuenmarkt bereit.

Die Gleisanlagen haben sich erhalten, auch wenn die Züge natürlich schon lange ohne Hilfslokomotiven über den Berg kommen. Auf dem Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerks ist heute das Dampflokomotiv-Museum untergebracht, mit ansehnlichem Fuhrpark.

Die Dampfloks fahren auch (an den Wochenenden) noch regelmäßig über die Schiefe Ebene. Heute leider nicht; da sind nur Triebwagen unterwegs.

Am oberen Ende der Schiefen Ebene, 160 Meter höher als Neuenmarkt, liegt der große Bahnhof von Marktschorgast.

Das Ortszentrum besteht fast nur aus der langgestreckten Marktstraße, die auf geradem Weg bergauf führt.

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