Gesmold und Melle

In Gesmold, einem Stadtteil von Melle, steht noch die Femlinde, wo bis in die Neuzeit hinein Gerichte abgehalten wurden.

Am Ort war die niedere Gerichtsbarkeit angesiedelt; man verhandelte also nicht unbedingt die ganz schweren Delikte wie Mord und Totschlag. Zwischen den elf Pfeilern der Mauer um die Gerichtslinde sind genau zehn Plätze für die zehn Gerichtsherren. Den elften Platz, den am Eingang, nimmt jetzt mal der Reisehase ein.

Der Ort hat eine klassizistische Pfarrkirche, St Petrus zu den Ketten, mit Kuppelbau als Kirchenschiff.

Der in Gesmold noch nicht allzu breite Fluß ist die Else. Den Namen merken wir uns mal, den brauchen wir gleich noch. 😉

Erstmal aber noch rüber nach Melle. Der Name klingt irgendwie wie eines dieser schrecklichen lateinischen Verben: Velle, nolle, malle. Die tickten so ganz anders als alle anderen Verben und hatten quasi gar keine regelmäßigen Formen in den Konjugationstabellen, nicht mal im Präsens. Wer Latein hatte, wird sich erinnern. Keine Ahnung, warum sich eine seriöse Sprache wie Latein so einen Unfug leistet. Noli me tangere!

Die Mühen des Lateinlernens, Symbolbild:

Nee, diese Wasserträgerin steht in Melle auf dem Platz vor der Kirche St. Matthäus.

Melle ist sehr hübsch, mit sehr netter Atmosphäre und einer schönen Auswahl an Restaurants im Zentrum.

Ich entscheide mich für das Dall’Italiano in der Alten Posthalterei von 1644, einem sehr alten Fachwerkhaus, das als eines.von wenigen Gebäuden den Stadtbrand von 1720 überstand, und fahre gut damit. Mjam.

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