Tuyé du Papy Gaby

Hier in Gilley geht’s gleich um die Wurst.

Vorher aber muß ich noch anhalten, um diesen Blick auf den Ort zu genießen, der auf einer Terrasse oberhalb des Doubs-Tals liegt.

Das Wetter hat sich gegenüber gestern wieder geändert: Es ist sonnig, aber es sind nur zehn bis zwölf Grad; nachts ging es bis kurz vor den Gefrierpunkt runter. Da muß ich jedenfalls keine Angst haben, daß mir der Käse im Auto wegschmilzt.

In Gilley steht der Tuyé du Papy Gaby. Der watt?? Also: Ein Tuyé ist eine lokale Besonderheit des Jura: In dem turmartigen Gebilde in der Bildmitte werden Würste und Schinken geräuchert.

So sieht das von innen aus.

Den Tuyé du Papy Gaby kann man nämlich (kostenlos!) besichtigen, auch den Räucherturm oder wie immer man “tuyé” übersetzen will.

Und vorher? Ben oui, on tue le cochon.

Die unterschiedlichen Sorten an Wurst (und Schinken) bleiben dann mehrere Tage bis Wochen im Tuyé.

Nach der Besichtigung des Tuyé folgt eine kleine Degustation, und dann geht’s direkt in den Verkaufsraum. Die Beute: Eine Saucisse du Morteau und zwei Saucisses de Montbéliard.

Beides sind Würste aus Schweinefleisch im Naturdarm, mit Salz und Gewürzen, aber ohne künstliche Aromen oder Farbstoffe. Geräuchert werden sie etwa fünf bis sieben Tage. Und damit das Gleichgewicht gewahrt wird, legt der Reisehase noch einen Käse aus der Region dazu.

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