Belfast (Béal Feirste)

Eigentlich war dieser Beitrag heute morgen schon fertig geschrieben und bebildert, unter anderem mit dem Hinweis darauf, daß ja schließlich Ende Februar ist und daher keine allzu hohen Anforderungen ans Wetter zu stellen sind. Dann kam heute morgen die Sonne durch (während die Wetter-App weiter unverdrossen Dauerregen meldete), und daher kann ich nun ein paar Photos mit strahlend blauem Himmel untermischen. Sowas z.B.

Ok, am Donnerstag war nun wirklich nicht gerade Postkartenwetter, eher so Three Shades of Grey (mittelgrau, steingrau, mausgrau), aber da habe ich mich auch länger im Museum herumgetrieben. 

Belfast also. Oder Béal Feirste, wie die Stadt auf Irisch heißt.

Der irische Name bedeutet übersetzt “Mündung des Farset”, eines Nebenflusses des Lagan River, der seinerseits nördlich der Stadt in die Bucht Belfast Lough mündet. Sichtbar ist der Farset, der bis in die Zeit um 1800 noch von Schiffen befahren wurde, im Belfaster Stadtbild allerdings nicht mehr: Er fließt seit 1804 unterirdisch, in einer Tunnelröhre unter der Bridge Street und der High Street, und mündet am Lagan Weir in den Lagan. Auch der Name Farset kommt aus dem Irischen (an fhearsaid) und bedeutet soviel wie Sandbank.

Die Stadt ist, wie viele Städte vergleichbarer Größe auf den britischen Inseln, etwas uneinheitlich bebaut und erinnert mich an Glasgow oder Liverpool.

Die eigentliche Innenstadt ist das Cathedral Quarter um die St-Anne’s Cathedral. Es wird südlich durch die Donegall Street begrenzt, an der die monumentale City Hall steht. Dort wehte früher dauerhaft der Union Jack, bis die Sinn-Féin-Partei vor ein paar Jahren dafür sorgte, daß er nun nur noch an einzelnen Tagen aufgezogen wird.

Eines der Wahrzeichen der Stadt ist die Albert Clock; der Turm ist wegen des sumpfigen Untergrundes um etwa 4° geneigt.

Über die ganze Innenstadt verteilt gibt es zahllose Pubs; der bekannteste ist wohl The Crown Bar.

Einer der ältesten (nämlich von 1711) ist McHughs,wo man sehr gut essen kann.

The Dirty Onion wirbt damit, in Belfasts ältestem Gebäude (1680) zu residieren.

Und im schmalen Commercial Court reihen sich die Pubs aneinander.

In einer der Einkaufsstraßen hat sogar Celtic Glasgow einen eigenen Shop. 

Der Liverpool FC, traditionell der Lieblings-Club vieler Iren, ist auch mit einem Shop vertreten. Die Belfaster Clubs (Glentoran, Cliftonville, Linfield etc.) finden sich in der Innenstadt hingegen nicht.

Weiter geht’s: St. George’s Market.

Corn Market:

Hypermodern ist das Victoria Square Shopping Centre mit einer Glaskuppel, von der man über die Dächer der Stadt blicken kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*