Roth und Umgebung

Roth liegt im Fränkischen Seenland und ist Kreisstadt des Landkreises Roth südlich von Nürnberg. Zentrum der Stadt ist dee Marktplatz mit dem Rokoko-Brunnen.

In Roth steht auch das Markgrafenschloß Ratibor, ein Bau der Frührenaissance.

Es heißt wie die Stadt in Oberschlesien, weil dem Bauherrn, Markgraf Georg von Brandenburg-Ansbach, auch das dortige Fürstentum Ratibor gehörte. Weshalb den Marktbrunnen auch der brandenburgische Adler ziert. Wundersames Heiliges Römisches Reich…

Das Stadtbild prägt neben dem Schloß vor allem der hohe Turm der gotischen evangelischen Stadtkirche. Er stammt aber von 1885, weil der Vorgänger bei einem Brand zerstört wurde.

Auch um Roth herum gibt es einiges zu sehen. Zum Beispiel die Kleinstadt Abenberg.

Die Burg oberhalb der Stadt stammt zwar ursprünglich schon aus dem Mittelalter, wurde aber im 19. Jahrhundert von ihrem mittelalterbegeisterten Besitzer wieder aufgebaut, inclusive der Türme.

Zu Abenberg gehört auch das kleine Angerdorf Dürrenmungenau mit Schloß und gotischer Dorfkirche. 

In Angerdörfern gruppieren sich die Häuser um eine gemeinschaftlich genutzte Wiese, den Anger. Diese alte germanische Siedlungsform gibt es so unverändert kaum noch; hier aber hat sich der große Dorfanger unbebaut erhalten. 

Etwas westlich davon liegt Windsbach an der Fränkischen Rezat.

In Eckersmühlen bei Roth steht noch ein alter Eisenhammer.

Hilpoltstein schließlich gruppiert sich um eine Burg, die Sitz der Herren von Stein war, Ministeriale unter den Staufern und den Wittelsbachern.

Zum Burgareal gehört auch der spätgotische Traidkasten, ein herrschaftliches Speicherhaus.

Nördlich von Hilpoltstein wurde der große Rothsee angelegt (dazu gleich mehr). Nahe dessen nördlichem Ende liegt das Städtchen Allersberg…

…mit Rathaus, Pfarrkirche, Stadttor und dem Gilardihaus. Letzteres ist mit “Haus” allerdings etwas untertrieben betitelt. 

Das Palais war Sitz der Fabrik Jacob Gilardi, die 1689 gegründet wurde und Messingdraht sowie Erzeugnisse aus Drahtgeflecht herstellte, was man “Leonische Waren” nennt (den Begriff kannte ich nicht). Erst 2006 wurde die Produktion eingestellt. Das Häuschen braucht jedenfalls aktuell recht dringend eine Restaurierung, die auch bereits begonnen worden ist.

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