Ruhmannsfelden und Gotteszell

Ruhmannsfelden ist ein netter kleiner Marktort mit hübscher Pfarrkirche…

…und einem Haus im Zentrum, das offensichtlich Hundertwasser zitieren möchte.

Auch Ruhmannsfelden liegt wie das gestern beschriebene Neunburg sozusagen “vorm Wald”; der Ort entstand, wie viele in dieser Gegend, in einer Rodungsinsel, in diesem Fall im Tal der Teisnach, einem Nebenfluß des Schwarzen Regen.

Und im Hintergrund, dunkel und für frühere Generationen sicher auch respekteinflößend und unheimlich, der Bayerische Wald.

Ein Ortsteil ist Gotteszell, dessen Name schon erkennen läßt, wie der Ort entstanden ist. Ja, auch diese Tour kommt natürlich nicht ohne Zisterzienserkloster aus. Im Bayerischen Wald gab es aber nicht viele Klöster des Ordens; Gotteszell ist eines von zweien (das andere folgt dann morgen).

Vom Kloster Gotteszell, 1285 gegründet, steht nicht mehr viel: Man sieht noch das teilweise renovierungsbedürftige Klostergebäude…

…und die Kirche, heute Pfarrkirche des Ortes. Der zisterzienser-untypische Turm wurde erst nach 1830 angebaut. 

Die Kirche besitzt ein Chorfresko von Cosmas Damian Asam, der hierfür große Teile seiner Rosa-Vorräte verbraucht hat.

Auch andere Teile der Rokoko-Ausstattung wie die Altäre und eine um 1750 entstandene Abendmahls-Gruppe sind sehenswert. 

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