Wallers-Arenberg

Das Bergwerk Wallers-Arenberg hatte ich ja schon als Startbild für diese Reise genommen; hier war ich also schon, aber diese schöne Anlage mit ihren eleganten Fördertürmen kann ich natürlich nicht auslassen, wenn ich in der Gegend bin.

Weil Arenberg so schön ist, wurde hier die Verfilmung von Émile Zolas “Germinal” gedreht; der Roman spielt ja im nordfranzösischen Bergbaurevier.

Die Grube nahm 1900 den Betrieb auf. Sie gehörte der in Valenciennes ansässigen Bergwerksgesellschaft Mines d’Anzin und war bald eine der wichtigsten Gruben des Reviers. Der Doppelschacht 3-4 entstand 1954. 

Im Jahr 1989 wurde Arenberg stillgelegt, die Gebäude und Fördertürme aber zum Glück erhalten.

Direkt nebenan liegt ein Stück Sportgeschichte: Die Trouée d’Arenberg ist einer der berühmten Kopfsteinpflaster-Abschnitte, die Teil der Radsport-Frühjahrsklassiker sind. Hier führt seit 1968 das Eintagesrennen Paris-Roubaix durch (dieses Jahr am 8. April; ich bin also leider eine Woche zu früh).

Die Trouée ist 2,4 km lang, schnurgerade und steht inzwischen sogar unter Denkmalschutz. Wie man eine solche Wegstrecke mit dem Rennrad und mit 60km/h meistern soll, ohne daß sich das Rad in alle Einzelteile zerlegt, bleibt rätselhaft. Es geht aber wohl.

Der Gedenkstein ist für Jean Stablinski, Bergmann in Arenberg und als Radrennfahrer französischer Meister. Er hatte vorgeschagen, den Abschnitt in das Streckenprofil von Paris-Roubaix aufzunehmen.

Um das Bergwerk herum stehen typische Siedlungshäuser der Miniers.

La fosse d’Arenberg vaut la visite, dit le lapun minier.

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